Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Brehm Bruno

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Vorname
Bruno
Nachname
Brehm
Alternate name
Bruno Clemens
Geburtsort
Laibach (Österreich)
Geburtsdatum
1892-07-23
Sterbeort
Altaussee
Sterbedatum
5.6.1974
Leben

Nach der Matura absolvierte er das "Einjährigen Freiwiligenjahr" bei der Feldartillerie in Wien und zog 1914 als Artillerist in den Krieg. Er wurde rasch zum Offizier, wurde jedoch verwundet und geriet in russische Kriegsgefangenschaft. 1916 kam er als Kriegsinvalide frei, meldete sich trotzdem freiwillig zur Front. Er wurde in Italien erneut verwundet, blieb aber bis Kriegsende Soldat. Danach war er Mitglied eines Freikorps. Unter dem Pseudonym Bruno Clemens veröffentlichte er Prosatexte, hatte jedoch wenig Erfolg. Erst mit deiner 1931 erschienenen Erzählung "Das gelbe Ahornblatt", das von Edwin Erich Dwinger, den er in Kriegsgefangenschaft kennengelernt hatte, eingeläutet wurde und das stark autobiografisch ist, wurde er bekannter. Sein wichtigstes Werk ist die Weltkriegstrilogie "Apis und Este (1931), "Das war das Ende" (1932) und "Weder Kaiser noch König" (1933). Diese Trilogie erschien während der NS-Zeit in einer Gesamtauflage von etwa 400 000 Exemplaren. 1939 wurde er Mitglied des "Bamberger Dichterkreises". nach dem "Anschluss", den er herbeisehnte, trat er als NS-Autor in Erscheinung. Er wurde Ratsherr in Wien und 1941 Präsident der Wiener Kulturvereinigung. Seine antisemitische Einstellung kommt in vielen seiner Werken zum Ausdruck. So schreibt er etwa in "Der König von Rücken" auf Seite 187: "Diese Juden des Ostens gehen nicht, sie flattern in ihren langen schwarzen Röcken, [...] sie arbeiten nicht, sie haben sich in den Brennpunkten des Lebens eingenistet, um einen schmierigen Zwischenhandel zu treiben, von dessen Gewinn nicht ein Groschen dem Gastrvolke zugute kommt. [...] Die Judenfrage in diesem ganzen Raume ist die eigentliche Frage der Zukunft. Wenn sich die Juden über ihr Schicksal vor der ganzen Welt beklagen, dann müssen wir ihnen doch sagen, daß sie selbst es waren, die dieses Schicksal heraufbeschworen haben. [...]. Er bekannte sich zu Hitler bemühte ich um Reaktivierung als Soldat, wurde auch 1940 als Ordonnanzoffizier zum Kriegsdienst eingezogen. 1945 wurde er für ca. 8 Wochen von den Amerikanern interniert und betätigte sich danach erneut als Schriftsteller, auch seine älteren Werke wurden wieder neu aufgelegt. Er lebte später in Altaussee, wo ihm auch ein Weg gewidmet wurde. In seinem Werk "Das war das Ende", das Mittelstück seiner Weltkriegstrilogie "Das zwölfjährige Reich", beschriebt er das letzte Jahr des Ersten Weltkrieges inklusive der Friedensverträge. Als objektiver Bericht dargestellt, entwirft er ein genaues Bild Deutschlands und seiner Feinde und spart, wenn auch versteckt, nicht mit Antisemitismus.

Familie

Sohn einen k.k. Hauptmanns. Der Vater war Egerländer, die Mutter stammte aus dem bömischen Erzgebirge. Als "Grenzlanddeutscher" war er von Konflikten zwischen deutscher und tschechischer Kultur betroffen und gegen die tschechischen Bevölkerungsgruppen in Böhmen voriengenommen.

Bekannt mit
Jelusich, Mirko
Verbindung zu
Deutscher Nationalpreis für Buch und Film
Quellen
Hillesheim/Michael
Langenbucher 1941