Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Hieß, Josef

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Persistent Identifier
https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Hie%C3%9F
https://d-nb.info/gnd/https://d-nb.info/gnd/116797541
Vorname
Josef
Nachname
Hieß
Alternativer Name
Joseph
Hiess
Beruf
writer
Lehrer
Geburtsort
Wolfsthal
Geburtsdatum
1904-04-03
Sterbeort
Wels
Sterbedatum
1973-05-11
Leben

Hieß war Lehrer und Organisationschef des Deutschen Schulvereins Südmark. Ab 1933 Mitglied der in Österreich illegalen NSDAP. Nach dem "Anschluss" Österreichs ab 19. September 1938 reguläres Mitglied der NSDAP, rückwirkend zum 1. Mai 1938 aufgenommen. 1934 bis 1940 Leiter des Kulturamtes des Volksbunds für das Deutschtum im Ausland (VDA) in Berlin. Ab 1940 Gaugeschäftsführer des VDA in Linz. Hieß verfasste Gedichte, Erzählungen und Pamphlete in denen er die nationalsozialistische Ideologie bewarb. Nach dem 2. WK im von den Alliierten errichteten Lager Marcus W. Orr interniert. Seine Schriften wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDDR auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt. Er gründete den Verein Dichterstein Offenhausen und war in der rechtsextremen Szene aktiv. Er regte den Verein Dichterstein Offenhausen an, zwischen 1963 und 1968 auf einem Hügel oberhalb von Offenhausen einen Kultplatz für völkische und deutschnationale Schriftsteller*innen einzurichten. 1998/99 wurde der Verein wegen NS-Wiederbetätigung aufgelöst.