Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Bergauf

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Titel
Bergauf
Autor
Seemann, Margarete
Illustrator
Rossig, Elisabeth
Inhalt

Es handelt sich um Tagebucheinträge der Angelika Grund, die sechs Jahre umfassen und das Leben in aller Schwere zeigen. Schulkolleginnen sterben an Tuberkulose, der Vater ist zu dieser Zeit schon tot, die Mutter stirbt an Auszehrung, der Verlobte verliert kurz vor der Hochzeit bei einem Unfall den linken Arm. Nur der Glaube an Gott hält das Mädchen, das immer wieder zur (Lebens)retterin wird aufrecht. Das Leben spielt sich in Wien ab und zum Teil am Land bei einer Schulkollegin, wo die armen Städter sich erholen dürfen. Ehrlichkeit, Gläubigkeit, Bescheidenheit, Verzicht, Reinheit, Mütterlichkeit sind die Werte, die den jungen Mädchen mitgegeben werden. Das Tagebuch namens „Anima“ beginnt an Angelikas Geburtstag und endet kurz nach der Hochzeit als sie schwanger ist. Der Bruder wird wie ein Heiliger beschrieben. Nach dem Tod der Mutter verzichtet Angelia natürlich auf die Schule und kümmert sich um die beiden kleinen Zwillingsgeschwister. Die Handlung ist in den 1920er Jahren angesetzt Auf Seite 72 wird 1923 genannt. Man spürt das Elend und die Folgen der Arbeitslosigkeit. Eine Schulkollegin, Helene, wird ebenfalls fast wie eine Heilige beschrieben, sie wird ins Kloster gehen. Kinderlosigkeit wird als Strafe Gottes gesehen. Barbara, eine Schulkollegin die ihre Schwägerin werden soll, sollte aufgrund ihrer zarten Knochen gar nicht heiraten, weil sie sicher nur ein Kind bekommen kann.

Veröffentlichungsereignisse
Verlag Datum Ort Ausgabe Serientitel Serien-ISSN Beschreibung Analysierte Ausgabe
Kerle 1940 Heidelberg München [u.a.] Verlag: Tyrolia-Verl. 1933,1934, 1936, 1937, 1940, 1946, 1949 Heidelberg: Kerle 1955 Romantrilogie (Bergauf, Steil an, Gipfeloben), Band 1 „[…] das denkbar beste Buch, das eine Mutter ihrer heranwachsenden Tochter in die Hand geben kann. (Seine Eminenz Herr Kardinal Dr. Theodor Innitzer im Fastenhirten Brief 1934) in: Ihre Kinder 1937, S. 247 Entwurf des Einbandes und des Umschlages von Elisabeth Rossig Gewidmet „Allen, die unterwegs sind“ 311 Seiten. ✓
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