Moorsonne. Roman
- Titel
- Moorsonne. Roman
- Autor
- Weinhandl, Margarete
- Anzahl der Seiten
- 483 S.
Urteile: Verzeichnis guter Mädchenbücher, 1942, S. 10 ; Empfohlen: JSW (Karteiteil), Nr. 7/10, 1943 (Hopster/Josting /Neuhaus 2001, Bd. 1, 1301)
Es wird die Kindheit und Jugend der hellblonden Hanne-Petra, die in Norddeutschland am Rande eines Moors am Rooshof aufwächst beschrieben. Der deutschrussische Kriegsgefangene Michael, der am Hof arbeitet, nennt sie nach seiner eigenen Tochter Sonja, was von den Spielkamerad*innen zum norddeutschen Sonje wurde und ihr Kindername werden sollte. Der Roman nimmt die Blut- und Bodenthematik auf, schildert die Schönheit der Natur und zeigt , wie wichtig es ist, eigenen Boden zu besitzen. Der Krieg wird als notwendig betrachtet, auch wenn die zahlreichen Opfer nicht verschwiegen wird. Was den Roman jedoch besonders macht, ist nicht nur die Verwandlung der jungen Sonje in eine überzeugte Nationalsozialistin, sondern auch die Tatsache, dass jede genaue Beschreibung des NS vermieden wird, auch das Hakenkreuz, dass ihr Jugendfreund Hinrich Sonje schickt, wird nur angedeutet, jedoch deutlich wird, was die jungen Leute schließlich verbindet. Das Ende des Ersten Weltkrieges wird "als vor die Hunde gehen" bezeichnet, es ist von "Bolschewisten" und "Börsenjuden" die Rede. (121) Als Sonje in der Großstadt die Akademie besucht, um Malerin zu werden,, fordert ihr Vater sie dazu auf, Galerien zu besuchen und „darais zu lernen, was die großen Männer unseres deutschen Volkes geleistet haben. (185) Er spricht davon, dass „unser Volks so schandhaft heruntergekommen ist, dass „jedes Fuder Korn vom Juden von vornherein verpfändet ist... (185) Es ist von der „verstümmelten Gestalt Deutschlands die Rede (282) An ihrem Geburtstag wird Sonje bewusst, dass ihr Leben dem Volk gehört. (392) Sprüche wie „Deutschland braucht Kinder“ (451) werden zu Ende des Romans hin immer häufiger. Die Geschwister um Hinrich, ihrem zukünftigen Ehemann, versöhnen sich, es scheint, als würden alle politisch gleich denken. Das Moor hat dabei eine symbolische Bedeutung, ist Sehnsuchtsort, Heimat, kraftsprendend und fruchtbar.
| Verlag | Datum | Ort | Ausgabe | Hersteller | Place of Manufacture | Date of Manufacture | Beschreibung | Analysierte Ausgabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Steinkopf | 1941 | Stuttgart | 2. Aufl., EA: 1940 LA: 1943, 3. Aufl.1943 Dritte Auflage 12. Bis 16.Tausend | J.F. Steinkopf | Stuttgart | 483 S. | ✓ | |
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- Quellen
- Hopster/Josting/Neuhaus 2001