Kaiserjäger im Osten. Karpathen – Tarnow – Gorlice
- Titel
- Kaiserjäger im Osten. Karpathen – Tarnow – Gorlice
- Autor
- Dobiasch, Sepp
[…] Mit vorliegendem Buch schuf Sepp Dobiasch den Karpatenkämpfern ein ebenso großes wie schlichtes Denkmal, indem er sein eigenes Kriegserlebnis in künstlerischer Darstellung wiedererstehen ließ. Die Frontgeneration wird dieses Buch nicht ohne innere Bewegtheit aus der Hand legen, aber auch der Jugend nach ihr wird das Buch viele Werte schenken, weil es ein Beitrag ist, das heutige Geschehen besser zu verstehen und zu werten.“ (Dobiasch, Sepp: Volk auf dem Amboß, 332, aus der „Österreichischen Alpenzeitung“) „Sepp Dobiasch, der Verfasser, hat mit diesem Buche eine Lücke in unserem Schrifttum über "den Krieg ausgefüllt, denn die meisten österreichischen Kriegsbücher berichten vom italienischen Kriegsschauplatz, während die meisten reichsdeutschen den Krieg an der Westfront beschreiben. „Kaiserjäger im Osten" zeigt nun, daß auch der Krieg an der Ostfront kein„Honiglecken" war, es führt uns zu dem berühmtesten der ehemaligen k. u. k. Regimenter und läßt uns sein Kämpfen und Leiden sehen. Auch die Schilderung des Spitalslebens soll recht eifrig gelesen werden, damit das Helden- und Märtyrertum unserer Frontsoldaten nicht im Trubel der Tagesereignisse vergessen wird.“ Wanderlehrer Walter Klemm (Mistelbacher Bote, 10.08.1934, S. 6) „Verbotenes Buch. Das Bundeskanzleramt hat die Verbreitung des Buches„Kaiser äger im Osten" von Sepp Dobiasch,„Leykam"-Verlag, Graz, verboten. Übertretungen werden mit Verwaltungsstrafen bis 6000 8 oder drei Monaten Arrest geahndet“ (Kärntner Tagblatt, 21.06.1936, S. 3) „Das Buch „Kaiserjäger im Osten" verboten. Wien, 14. Februar. (K.-B.) Das Bundeskanzleramt hat die Verbreitung des Buches „Kaiserjäger im Osten" von Sepp Dobiasch, Leykam-Verlag, Graz, verboten. Übertretungen werden mit Verwaltungsstrafen bis 5000 Schilling oder drei Monaten Arrest geahndet.“ (Grazer Volksblatt, 15.02.1936, S. 2) Sepp Dobiasch erzählt Erlebtes. Es war ein freudiges Wiedersehen, als Sepp Dobiasch, der Dichter der ehemals in Österreich verbotenen Werke„Kaiserjäger im Osten",„Volk auf dem Amboß" und des KdF.- Buches „Sonne, Wind und Weite", in der Urania erschien und seine alten Kameraden aus der illegalen Kampfzeit begrüßte. Es war eine Feierstunde, als er im Großen Saal zu lesen begann und Erlebtes, zutiefst Erlebtes gab. Alle Werke von Sepp Dobiasch sind Bekenntniswerke, aus harter Zeit und Schule geboren. Und so begann er mit seinem ersten aufwühlenden Erlebnis, dem Weltkrieg, den er als Tiroler Kaiserjäger erlebte. Das ergreifende Kapitel„Wie Helprich starb" aus dem Buch„Kaiserjäger im Osten" erzählte von dieser ersten Station. Die zweite Leseprobe aus „Volk auf dem Amboß" behandelt ein dunkles Kapitel aus der österreichischen Geschichte, einen Hungerstreik der Nationalsozialisten im Wiener Polizeigefängnis. Die dritte Probe führte in das Reich, in das KdF.-Land Deutschland mit seinem Meer und seiner Weite. Es war der richtige Abschluß des schönen und Erlebnis reichen Abends. Reicher Beifall lohnte die Vorlesung, die durch interessante Zwischenplauderei des Dichters noch verschönt wurde. (Das kleine Volksblatt, 12.05.1938, 12) Kaiserjäger Im Osten. Karpathen Tarnow Gorlice 1915. Bon Sepp Dobiasch. Preis 8 9'—. Leykam-Berlag. Graz. Gerade in den letzten Monaten sind viele Werke erschienen, die das furchtbare Geschehen im großen Kriege 1914/18 behandeln. Ist auch die einschlägige Literatur schon mehr als reichlich aus dem Büchermärkte vertreten, so muß doch gerechterweise anerkannt werden, daß es sich bei den letzten Neuerscheinungen besagter Art durchwegs um inhaltlich sehr wertvolle Werke handelt. Auch das vorliegende Buch [...] ragt in seiner Weise über ähnliche Werke weit hinaus. Im Gegensatz zu anderen Autoren stellt Sepp Dobiasch das seelische Erleben des Krieges, das rein Menschliche in den Vordergrund, womit er neue Wege der Kriegsschilderung betritt. In lebenswahren Darstellungen, mit säst erschreckender Deutlichkeit und Wucht ersteht das Ringen in den Karpathen, erstehen die schweren Kämpfe, die notwendig waren, um die russische„Dampfwalze" zum Stehen zu bringen, erneut vor unserem geistigen Auge. Erschütternd ist die Vaterlandstreue und der Opfermut, der die tapferen Soldaten auch dann noch beseelt, als sie schon das traurige Ende des großen Kampfes vorausahnen, erschütternd aber auch der Heldenmut, mit dem sie an der Front allen Gefahren trotzen und hinter der Front, in den Notspitälern, mit furcht baren Verletzungen der Genesung harren oder des Todes gewärtig sind. Darüber hinaus aber kommt in diesem prachtvoll geschriebenen Werke auch die enge Schicksalsgemeinschaft des gesamten deutschen Volkes plastisch zum Ausdrucke, die gerade in den heldenmütigen Kämpfen des Weltkrieges durch die gemeinsam gebrachten Blutopfer ihren hehrsten Ausdruck gesunden hat. Möge dieses Werk als eines der besten der Kriegsliteratur möglichst große Verbreitung namentlich in den Kreisen unserer Jugend finden, die daraus sicherlich viele geistige Werte schöpfen wird: Lg (Der Gebirgsfreund, Folge 7,8, Juli, 1934, S. 132) „Es war ein herzerfrischendes Erlebnis, den jungen nationalsozialistischen Kämpfer sprechen und aus seinen Werken vorlesen zu hören, und man merkte es den zahlreichen Zuhörern an, daß sie von der lebendigen Vortragsart des Dichters stark gepackt waren. Zunächst erzählte Sepp Dobiasch in seiner frischen Art, aus der immer noch der unermüdliche Kämpfer spricht, aus seiner Jugend. Besonders interessant waren seine Ausführungen über seine Kriegszeit. Er gehörte zu jener Jugend, aus der die Helden von Langemarck erwuchsen. Der Krieg machte aus Träumern Menschen, die die ungeheure Tatsache des Lebens mit einem Schlage kennenlernten. Wie aufrüttelnd das Kriegserlebnis auf die jungen Kämpfer gewirkt hat, ging ganz klar aus dem Kapitel hervor, das der Dichter aus seinem Buche„Kaiserjäger im Osten" vorlas. Das Buch ist 1934 mitten in der Kampfzeit geschrieben und hat wegen seiner schlichten, sachlichen Art den Wert eines Dokumentes. In dem von dem Dichter mit sprachlicher Wucht gestalteten Leiden und Sterben des jungen Friesen Helprich kommt das erschütternde Heldentum der Frontgeneration in seiner ganzen Größe zum Ausdruck. Sodann schilderte Sepp Dobiasch die andere Kampfzeit, die nach dem Zusammenbruch und dem Versagen der Systemregierungen begann und die Jugend zu neuem Einsatz aller ihrer Kräfte aufrief. Damals fanden viele junge Menschen in den Bergen sich selbst wieder und holten sich die Kraft für die bevorstehenden Kämpfe. In Österreich entstand eine große Zahl von wirklichen Kämpfern, denen es zu danken ist, daß dieser Kampf durchgefochten wurde bis zum glücklichen Ende. Es ist der Masse des Volkes nie zum Bewußt sein gekommen, daß der Weltkrieg mit den Friedensdiktaten nicht zu Ende war, er wurde nur mit anderen Mitteln gegen das deutsche Volk fortgesetzt. Als Gegenbewegung bildete sich im Reich die große Front, die Adolf Hitler führte und uns den Glauben an uns selbst, an die Zukunft und die Jugend wieder gab. Die Deutschen Österreichs dürfen mit Stolz sagen, daß sie sich vorbehaltlos für diese Ideen eingesetzt haben und im„Frontabschnitt Österreich" unter schwierigsten Umständen kämpften. In dem Kapitel vom Lager Wien, das der Dichter vorlas, trat uns eine Episode, die die ganze Härte dieses Kampfes widerspiegelte, entgegen. Es handelt sich um den Hungerstreik, den einige der Eingekerkerten im Polizeigefängnis auf der Elisabethpromenade durchführten, weil man sie nicht entlassen wollte, obwohl ihre Haft schon längere Zeit beendet war. Zuletzt las der Dichter einige Kapitel aus seinem Buch„Sonne, Wind und Weite". Er beschreibt darin mit seinem urwüchsigen Humor einige Fahrten, die er mit der Gemeinschaft„Kraft durch Freude" gemacht hat. Auf diesen Fahrten lernte der Dichter ganz Deutschland kennen. Wenn man in Berührung mit dem deutschen Arbeiter kommt, so geht einem eine neue Welt auf. Der Arbeiter geht mit der unmittelbaren Frische eines Kindes an die Dinge heran, ihm wird eine KdF.-Reise zum Lebensabenteuer, zur Entdeckung der deutschen Heimat und des deutschen Volkes. In den Kapiteln der Helgoland-Fahrt, der Dünen von Amrum und der Hallig Hooge kam so recht die innige Naturverbundenheit des Dichters zum Ausdruck. Der Dichter erntete für seine herzerfrischenden Worte starken Beifall.“ (Völkischer Beobachter 11.05.1938, S. 7)
Anschaulicher und detailierter Bericht über Kämpfe und Verwunderung. Der Held wird schwer verwundet, wird aber wieder gesund. An mehreren Stellen wird hervorgehoben, dass das große Ziel Deutschland ist. „Ich kämpfte von Anfang an für das größere Deutschland“ (S. 353) Der letzte Satz: „Heim, heim, sangen die Räder, dem neuen Leben, dem neuen Schicksal, dem größeren Deutschland entgegen. (S. 371) „Meinem toten Bruder Willi Dobiasch gewidmet, dem Lebenskameraden, Frontsoldaten und Kämpfer“
| Verlag | Datum | Ort | Hersteller | Place of Manufacture | Date of Manufacture | Beschreibung | Analysierte Ausgabe |
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| Leykam Verlag | 1934 | Graz | Leykam | Graz | 371 S. | ✓ | |
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