Scmirger, Gertrud
- Pseudonym
- Gerhart Ellert
- Vorname
- Gertrud
- Nachname
- Schmirger
- Beruf
- Erzählerin
- Geburtsort
- Wolfsberg
- Geburtsdatum
- 1900-01-26
- Sterbeort
- Wolfsberg
- Sterbedatum
- 1975-05-07
Gilt laut Hall als zweiterfolgreichste Speidel-Autorin. Im verlag Speidel erschienen im Zeitraum zwischen 1933 und 1938 sieben Bücher, darunter fünf historische Romane (z.B. Wallenstein, 1937; Karl V, 1935; Attila, 1934), eine historische Erzählung (Der KJönig, 1936) und ein historisches Schauspiel in 6 Akten - Der Doge Foscari). Bis 1941 waren von Wallenstein 17000, von Attila 31000, vom Roman Der Zauberer 46.000 Exemplare abgesetzt. In der Nachkriegszeit war ihre Popularität ungebrochen. 1956 Aufnahme des Werkes „Der Goldschatz“ in die Ehrenliste zum Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur; 1958 Aufnahme des Werkes „Das blaue Pferd“ in die Ehrenliste zum Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur; 1959 Verleihung des Österreichischen Staatspreises für Jugendliteratur für „Auf endlosen Straßen“; 1960 Verleihung des Ehrenringes der Stadt Wolfsberg; 1960 Anerkennung der Stadt Wien für das Jugendbuch „Propheten, Könige und Kalifen“; 1960 Aufnahme des Werkes „Auf endlosen Straßen“ in die Runner-Up-List des International Board on Books for Young People; 1962 Hans-Christian-Andersen-Preis; 1963 Aufnahme des Werkes „Gregor der Große“ in die Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur; 1966 Verleihung des Titels Professor; 1967 Aufnahme des Werkes „Herzog Tassilos Troßbub“ in die Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur; 1971 Aufnahme des Werkes „Lösegeld für Dorothy“ in die Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur; November 1971 Anerkennung der Stadt Wien für das Jugendbuch „Lösegeld für Dorothy“
Nach dem Tod des Vaters 1922 baute ihre Mutter auf altem Familiengut eine Landwirtschaft auf (Obst, Gärtnerei), die später von G. Sch. verwaltet und ihr hauptsächlicher Lebensunterhalt wurde. Ausgedehnte Reisen über Jahrzehnte (vgl. Buch „Abenteuer des Forschens ...“ u. a.) zusammen mit Mutter und Kusine. Sie begann schon als Kind zu schreiben und zu dichten. Ihr Buch „Der Zauberer“ wurde vom Verlag zwar angenommen, sie wurde jedoch aufgefordert, ein männliches Pseudonym zu wählen. Ihre Jugendbücher kamen auf Drängen des Österreichischen Bundesverlages zustande. Noch nach ihrem Tod wurden ihre Bücher unter ihrem männlichen Pseudonym verkauft.
Stammte aus einer großbürgerlichen Familie; Mutter: Gabrielle Schmirger, geb. Sotlschegg, Hausfrau (1872–1948), gemeinsam mit ihrer Tochter Aufbau einer Landwirtschaft: „Gabrielle Schmirger blieb bis zu ihrem Tod 1948 die wichtigste Bezugsperson im Leben ihrer Tochter. Das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den beiden war, durch die gemeinsame Arbeit am Obstgut und die im Winter unternommenen Reisen, immer stärker geworden.“ (Urbas, S. 9); Vater: Camillo Schmirger, Primararzt in Wolfsberg (1865–1922).
- Quellen
- Hall 1985 II
- Blumesberger 2014