Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Märchenflüge ins Bienenland. Eine Erzählung für Kinder

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Titel
Märchenflüge ins Bienenland. Eine Erzählung für Kinder
Autor
Rendl, Georg
Illustrator
Planck, Willy
Rezeption

„Märchenflüge ins Bienenland" heißt eine Erzählung für Kinder sie wird aber auch Erwachsene herzlich freuen —, die vor kurzem in der Franckh'schen Verlagsbuchhandlung in Stuttgart erschienen ist. Verfasser ist Georg Ren dl, der bekannte Autor des wundervollen„Bienenromanes". Dieses neueste Werk des Salzburger Dichters, den auch im Deutschen Reiche eine große Lesergemeinde schätzt, ist eine völlig neue Bearbeitung und Neuformung des Buches „Die Reise ins Bienenland" von Frank Stevens. Wer den„Bienenroman" kennt, der freut sich, in den„Märchenslügen" das große Bild wieder zu finden, wie es sich dem Bienenkundigen bietet und enthüllt; und wie es der Dichter formt, um es in der großen Wahrheit der Natur uns zu sagen. Georg Rendl darf aber zugleich auch gedankt werden für sein schönes Beispiel, Naturgeschichte sagen zu können, ohne dem Märchen auch nur eine Spur von Flügelschimmer zu nehmen. Es ist ein höchst anziehendes und wertvolles Buch„für die Kleinen und zum Vorlesen", dem überdies der Verlag eine reizende Bildausstattung gegeben hat“ (Salzburger Volksblatt: unabh. Tageszeitung f. Stadt u. Land Salzburg 11. Dezember 1936, 8)

Inhalt

Hans und Trude, Kinder eines Bauern und Holzschuhmachers, interessieren sich sehr für die Bienenstöcke des Vaters. Eines Tages treffen sie einen Elf , der seinen Namen nicht nennen will und deshalb Namenlos genannt wird. Er verkleinert die Kinder, wie bei „Hannerl in der Pilzstadt“ , lässt ihnen und sich Flügel wachsen und so können sie gemeinsam in die Bienenstöcke fliegen und den Bienen bei ihrer Arbeit zusehen und erfahren gleichzeitig auch gefährliche Abenteuer. Die Leser*innen erfahren aber so nicht nur viel über die Bienen, sondern werden auch darauf eingestimmt, dass der Einzelne nichts zählt, sondern das Volk alles ist. Anhand eines vernachlässigten Bienenstocks, der von den anderen Bienen schließlich zerstört wird, erfahren die Leser*innen, dass es besser ist, wenn ein Volk stirbt, als es am Leben zu lassen und zu riskieren, dass es Schaden anrichtet. Die Motten, die sich in Bienenkörbe einnisten und und alles zerstören, müssen ausgerottet werden… „wer schwach bleibt, während die anderen sich stärken, der wird eines Tages vernichtet werden.“ (119) Den Kindern wird subtil mitgeteilt, dass sie auch darüber nachdenken sollen.

Veröffentlichungsereignisse
Verlag Datum Ort Hersteller Place of Manufacture Date of Manufacture Beschreibung Analysierte Ausgabe
Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde Franck’sche Verlagsbuchhandlung 1936 Stuttgart Verlagsdruckerei Holzinger & Co Stuttgart „Diese Erzählung ist eine völlige Neubearbeitung und Neuformung Des Buches ‚Die Reise ins Bienenland‘ von Frank Stevens. 133 S. ✓
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