Bresgen Cesar
- Persistent Identifier
- http://de.wikipedia.org/wiki/Cesar_Bresgen
- http://www.musikzeit.at/documents/edition/komp/staatspreis/bresgen.pdf
- http://d-nb.info/gnd/118665995
- Vorname
- Cesar
- Nachname
- Bresgen
- Geburtsort
- Florenz
- Geburtsdatum
- 16.10.1913
- Sterbeort
- Salzburg
Wuchs in Zell am See, Prag, München und Salzburg auf. Lernte bei Heinrich Kaspar Schmid das Orgelspiel. Von 1930 bis 1936 studierte er an der Musikhochschule München Klavier, Orgel, Dirigieren und Komposition bei Joseph Haas. Neben seinem Studium war er zwischen 1931 und 1935 als Organist von St. Rupert in München tätig.] Von 1933 bis 1934 arbeitete er als Klavierimprovisator und Komponist in London mit der Tänzerin Leslie Barrows an der Mary-Wigman-Schule zusammen.Seit 1934 war Bresgen Mitglied der Hitlerjugend, 1943 wurde er Obergefolgschaftsführer Er wirkte zunächst in der HJ-Rundfunkspielschar München mit. 1935 wurde er Mitglied des NS-Lehrerbundes und gründete darin ein Kammerorchester. 1937 wurde er zusätzlich Mitglied der Nationalsozialistischen Kulturgemeinde München und arbeitete im Kulturamt der Reichsjugendführung mit. 1939 wurde er in Salzburg Leiter der Mozartspielschar der Hitlerjugend. Bresgen war kein NSDAP-Mitglied, da er nicht den geforderten "Ariernachweis" erbrachte, war jedoch nach eigener Einschätzung ein eifriger Nationalsozialist. Er verfasste Volksliedbearbeitungen und Lieder für die HJ, NS-Feiermusiken wie Jahreslaufkantatenvsowie erste Opern. 1942 komponierte er das Oratorium "Der Strom" auf einen Text von Hans Baumann. Am 10. Juni 1944 wurde seine vom SS-Hauptamt in Auftrag gegebene Bläserfanfare anlässlich der Ausstellung Deutsche Künstler und die SS in Salzburg uraufgeführt, die seine Bläsermusik von 1938 wieder aufnahm. Während seines Kriegsdienstes 1944 komponierte er eine Soldaten-Weihnacht für Chor und Instrumente. Im Februar 1939 wurde Cesar Bresgen zum Leiter der Musikschule für Jugend und Volk am Mozarteum ernannt; 1944 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Von dort aus unternahm er seit 1939 den Versuch, im Salzburger Raum sogenannte Spielscharen zu etablieren, die von Fritz Jöde geleitet wurden und für Auftritte bei den HJ-Kulturtagen zur Verfügung standen. 1943 übernahm Bresgen die Leitung der Mozart Spielschar. In der Endphase des Krieges nach der Schließung des Mozarteums musste er 1944/45 Kriegsdienst leisten, wobei er als Funker eingesetzt wurde Die Zeit nach dem Krieg verbrachte er als Organist und Chorleiter in Mittersill. Dort begegnete er 1945 Anton Webern, was einen tiefen Eindruck bei ihm hinterließ. 1947 erhielt er auf Fürsprache von Carl Orff und Eberhard Preußner bei der US-amerikanischen Militärregierung neuerlich eine Lehrstelle am Mozarteum, schließlich ab 1950 eine Professur für Komposition. 1956 heiratete Bresgen die Pianistin Eleonore Jorhan, mit der er sich in Großgmain bei Salzburg niederließ.
Sohn einer Pianistin und eines Bildhauers