Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

<< Datenbank

In stiller Abendstunde. Geschichten für kleine Leute und große Kinder

placeholder image
Titel
In stiller Abendstunde. Geschichten für kleine Leute und große Kinder
Autor
Wibmer-Pedit, Fanny
Inhalt

15 Kurzgeschichten sollen den Kindern zum Teil auf schon fast grausame Art und Weise richtiges Verhalten und bestimmte Werte näherbringen. In "Die Scherblein auf dem Dach“ in dem die kleine Franzi aus Wut und trotz einen kleinen Krug, ihr Lieblingsspielzeug, zerbricht, geht es um Treue.In "Bratäpfel“ erzählen die heißen zischenden Äpfel im Rohr von den Missetaten der Kinder. Die Mutter verhindert es nicht, dass die Kinder an den Äpfeln fast ersticken sich verbrennen oder ihnen schlecht wird. In „Der Bugltoni“ will der verwachsene Bub unbedingt auch auf der Scheune herumklettern. Aus Trotz, weil er dauernd verspottet wird. Er stürzt ab und stirbt. In „Die alte Puppe“ wird Helnes Lieblingsspielzeug verkauft weil die Puppe schon schäbig ist. Mit der Neuen kann sie sich erst anfreunden, bis sie durch Zufall das Mädchen trifft, dem nun die schlimm zugerichtete Pupe trifft und diese schließlich begräbt. Die „Feigenmühle“ handelt von Buben, die regelmäßig Feigen stehen, bis einer daran stirbt, danach gibt der Feigenmühlenbesitzer den Kindern freiwillig etwas an. Die Geschichte „Auf das erste Wort“ wiederum wird ein Mädchen belohnt, weil es immer sofort reagiert. Das rettet ihm das Leben, da es durch die Vorahnung der Mutter vor einem Unglück gerettet werden kann.In „Die blinde Großmutter“ sieht die alte Frau mehr als die anderen sehenden Familienmitglieder und deckt damit ein Unrecht auf. In „Zwei Freunde“ geht es um die Freundschaft zwischen einer Katze und einem Hund, bis die Katze zu einem „prächtigen Zigeunerbraten“ (S. 78) wurde. „Der erste Kuss“ erzählt von dem Zusammenfinden der kleinen Hannerle mit ihrer Stiefmutter, beide sehnten sich nach Liebe, konnten es aber zunächst nicht eingestehen. In „Eisblumen“ stirbt der bitterarme lahme Heini, weil seine Mutter kaum Essen und Wärme für ihn hat und evtl. auch, weil er niemals beten gelernt hat.

Veröffentlichungsereignisse
Verlag Datum Ort Beschreibung Analysierte Ausgabe
Verlag Ferdinand Schöningh 1935 Paderborn 136 Seiten ✓
Open in fullscreen