Florian
- Title
- Florian. Das Pferd des Kaisers
- Autor
- Salten, Felix
Es ist nicht nur ein Tierbuch, sondern auch ein politisches Statement (siehe Strigl 2020, 338) Am Cover der 2. Auflage des Buches "Die Jugend des Eichhörnchens Perri" (1944) kann man lesen: Diese entzückende Tiergeschichte wäre allein schon durch die Art, wie Felix Salten die auf so rätselhafte Weise miteinander verbundenen Kreaturen Mensch, Pferd und Hund zu schildern vermag, liebenswert. Wenn aber, wie hier, dieses schöne Zusammenspiel noch im melancholischen Spätherbstglanz des kaiserlichen Österreichs liegt, so muß ein bezauberndes Buch entstehen. (Neue Zürcher Zeitung) 1936 wurde das Buch beschlagnahmt. In "Die Literatur 36" (1933/34) hieß es von Martin Platzer auf S. 413, dass das Pferd zu vermenschlicht sei
Salten erzählt anhand des Pferdes Forian, einem Lipizzanerhengst, die Geschichte des Niederganges des Kaiserreichs und warnt anhand des 1. Weltkrieges vor Kriegen. Die Pferde werden als edel und gut beschrieben, Eigenschaften die die Menschen kaum besitzen. Auch auf Antisemtismus wird bereits hingewiesen. "Dieser König von England.." Er geriet allmähich ins Schwärmen. "Erst haben wir heimlich über ihn gelacht und gespottet. Er sieht ja beinah' wie ein Jud' aus. Besonders in unserer Husaenuniform! Umd mit dem dicken Bauch! Aber dann Elisabeth, aber dann!" (S. 165)
| Verlag | Datum | Ort | Beschreibung | Analysierte Ausgabe |
|---|---|---|---|---|
| Paul Zsolnay | 1933 | Berlin, Wien, Leipzig | 330 S. keine Illustration. Auf den letzten beiden Seiten Werbung für Saltens Bambi, Fünfzehn Hasen, Gute Geselllschaft, Freunde aus aller Welt, Mizzi, die Geliebte des kaisers, Der Schrei der Liebe und Martin Overbeck. | ✓ |
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- Quellen
- Strigl 2020