Wir deutschen Jungen
- Titel
- Wir deutschen Jungen : Erzählung aus Ostpreußens schwerer Zeit
- Autor
- Auswald-Heller, Alma
- Illustrator
- Sapper, Richard
August 1914: der 14jährige Klaus, Sohn des Arztes Dr. Rubner, möchte unbedingt Soldat werden. Große Verehrung für Hindenburg. „Die Russen“ kommen und besetzen Deutschland, alle geraten in Panik und so versucht Klaus der Witwe des Verwallers, Frau Blaschke und ihren beiden halbwüchsigen Töchtern beiszustehen. Die Mädchen werden in einem alten Backofen im Wald versteckt. Die Russen kommen, darunter ein hübscher blonder, der sich als halber Deutscher entpuppt. Die Russen werden als Zerstörer, Säufer und gewalttätig beschrieben, er wird schließlich gezwungen mitzureiten, wird jedoch gerettet von einem Jungen, der den kleinen Leutnant Wornikoff scheinbar erschießt, wird auf eine im Moor verborgene Insel gebracht, wo sich geflüchtete Deutsche verstecken. Der Anführer, Benno, ein „Krüppel“ auf Krücken zeigt sich als Retter, der Leutnant wird gesund gepflegt. Benno: „Ein Deutscher läßt Deutsche nicht im Stich. Wird er gezwungen, es zu tun, dann ist’s nicht für lang! Hindenburg kommt wieder – und dann kommt er wie der Sturm! Verlaß dich drauf!“ (86) Klaus: „Ich bin froh, daß ich Deutscher bin! Sagte er. Benno nickte: „Ich auch! Es macht so stark und so stolz!“ (87) Schließlich gelingt es den Deutschen die Russen zu überwältigen. Der Major spricht: „Welcher Deutsche kann die Zuversicht verlieren, wenn unsere Jugend solche Kraft aufbringt!„ (110) In einem Nachtrag wird nach vielen Jahren erzählt, dass der 7.9. 1914 seitdem als Befreiungstag gilt. Benno muss inzwischen nicht mehr an einer Krücke gehen, aber er hinkt und ist nicht sehr groß geworden (Hopster/Josting /Neuhaus 2001, Bd. 1, 57) „Vorn auf dem Einband sieht man einen blonden Jungen breitbeinig stehen und über ein weites Gewässer schauen. Über dem anderen Ufer, groß im Himmel, ist schemenhaft Hindernburg in Uniform zu sehen.“ (Wilcke 2005, 99)
| Verlag | Datum | Ort | Beschreibung | Analysierte Ausgabe |
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| Enßlin & Laiblin | 1934 | Reutlingen | 112 S. Der Vorname der Autorin wurde abgekürzt. Ein Grund dafür könnte sein, dass man durch die Verschleierung des Geschlechts der Autorin den meist männlichen Lesern einen männlichen Autor vortäuschen wollte. Widmung: „Dem größten Feldherrn des Weltkrieges Generalfeldmarschall von Hindenburg in tiefster Ehrfurcht und Bewunderung gewidmet“ | ✓ |
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