Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Vater Knopp und seine 40 Jungen

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Titel
Vater Knopp und seine 40 Jungen. Abenteuer und Streiche im Ferienheim
Autor
Auswald-Heller, Alma
Illustrator
Eichenberg, Fritz
Umfang
5. Aufl. 1932, 6. Aufl. 1935. Spätere Auflagen unter dem Titel „Vierzig Jungen auf Schloß Reinek. Lustige Abenteuer und Streiche im Ferienheim“ Stuttgart : Herold 1938, 11. Aufl. 1952.
Beschreibung

Farbiges Titelbild und fünfzig Zeichnungen, 215 Seiten Mit farbigem Titelbild von Fritz Eichenberg und fünfzig Bildern im Text. Fünfte Auflage. Druck Verlagshaus, G.m.b.H. Stuttgart Weitere Ausgaben: Vierzig Jungen auf Schloß Reinbeck. Lustige Abenteuer und Streiche im Ferienheim.Mit einem Titelbild und 19 Textbildern von Ilse Wende-Lungershausen 7. Aufl. Stuttgart: Herold 1938 [= Neuauflage des vorhergehenden Titels]. Mit e. Titelbild u. 19 Textbildern von Ilse Wende-Lungershausen.

Rezeption

"Eine gesunde, Pausbäckige Geschichte, bei der einem das Herz im leibe lacht" heißt es im Illustrierten Familienblatt Nr,. 22, 18. "Eine Verherrlichung treuer deutscher Kameradschaft" liest man in "Der Basar 1931, Nr. 25, 24

Inhalt

Die Brüder Karl (13) und Rudi (11) dürfen für vier Wochen in ein Ferienlager fahren, da sich die Eltern in einem Bad erholen möchten; "eine Reise ins Paradies" (S. 19). Die Handlung ist im Jahr 1930 angesetzt. Im Schloß Reineke erwarten sie nicht nur Spaß und viel Sport sondern auch Schießübungen und fast schon militärischer Ton, der aber gemildert wird durch die "Onkel" und den Oberst, der dort ein Auge auf die Kinder hat. Kameradschaft, Einigkeit und Manneszucht werden mehrmals im Text erwähnt. Vor allem zwei Jungen machen eine starke Wandlung durch. Auf der einen Seite der aus reichem adeligen Haus stammende Siegfried, der sich weigert mit kleineren Jungen in einem Zimmer zu schlafen, sich bei der missglückten Flucht das Bein verletzt und sich schließlich bei einem weiteren Ausbruchsversuch in eine lebensgefährliche Situation bringt, am Ende jedoch sein Fehlverhalten bereut und überraschenderweise um die Verlängerung seines Aufenthalts bittet, der ihm auch gewährt wird. Als Gegenpart fungiert Josef, der Sohn einer armen alleinerziehenden kranken Mutter, der seine Kleidung und Schuhe schonen muss und zunächst als rätselhafter Einzelgänger wahrgenommen wird. Zunächst dem fröhlichen Treiben der anderen abgewandt und zu Lügen durch Siegfried verleitet, kann er sich durch die Hilfe von Karl, Rudi und deren Freunde öffnen, erhält nicht nur die Preisgeschenke der anderen sondern wird auch Siegfried zu einem guten Freund. Alles löst sich in Wohlgefallen auf, sogar Josefs Mutter wird im Sanatorium des Großvaters, eines Medizinalrats, der beiden Protagonisten angestellt und erhält eine Wohnung. Auch die Liebe zum Tier soll in diesem Buch geweckt werden, einen Igel als Haustier zu halten wird negativ geschildert. Mit den drei Mädchen des Schlossverwalters freunden sich die drei Buben rasch an, sie erleben auch durch sie einige Abenteuer, auch wenn diese traditionell als sehr ängstlich und brav geschildert werden, gibt es dennoch Rollenüberschreitungen im Verhalten. „Wir haben ja gemerkt, wie schön das Leben ist, wenn man Disziplin hält und Kameradschaft.“ (214) Es handelt sich gewissermaßen um einen Gegenentwurf zu den sozialdemokratischen Ferienheimen?

Veröffentlichungsereignisse
Verlag Datum Ort Ausgabe Analysierte Ausgabe
Levy & Müller 1931 Stuttgart 3, weitere Auflagen: 1931, 1932 (5. Aufl.), 1935 (6. Aufl.) EA 1931, 1938 (7., 8. Aufl.), 1952 (11., 16. Aufl.)
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Quellen
Hopster/Josting/Neuhaus 2001