Florian. Taggleichen einer Jugend
- Publikationstyp
- Buch
- Titel
- Florian. Taggleichen einer Jugend
- Illustrator
- Wickenburg, Alfred Graf von
- Fuß, Albert
Adolszenzroman, wahrscheinlich autobiografische Züge. Erzählt wird das Erwachsenwerden des Jungen Florian, der unter dem Rotwerden leidet und dessen Reifung mit dem Tod des Vaters eintritt-. Neues Wiener Tagblatt, 12. Mai 1941, S. 6: Erik Graf Wickenburg: Florian. Taggleichen einer Jugend, Societätsverlag, Frankfurt am Main, 1940. Erik Graf Wickenburg schildert in seinem Buch„Florian“ mit ungewöhnlicher Farbigkeit in zartem Pastell das Heranreifen eines trotzig sein überreiches seelisches Erleben verbergenden- und dennoch stolz nach Zärtlichkeit verlangenden Kindes zum Jüngling, der im unbewußten Streben zu den Höhen des Lebens und dessen Erkenntnis in der Dunkelheit tappt und sich in sinnlose Streiche und harmlose kleine Abenteuer, dennoch holde Torheiten der Kindheit, verliert. Seine mühelose, von wohlhabenden Eltern behütete Jugend läßt ihn sich mit besonderer Empfindsamkeit all den Gedanken und Gefühlen beinahe leidend hingeben, die in jenen Jahren des Wandels vom Kind zum Mann selbst bei unkomplizierten Naturen im erwachenden Gefühlsleben dominieren. Liebesgetändel, das kaum in die Tiefe seines Herzens dringt, verkürzt die Eintönigkeit der Schulzeit, gibt ihm manch schwärmerische und beglückende Stunde und wechselt die Melancholie mit Heiterkeit ab. Zum vollen Bewußtsein der Schwermut des Daseins indes bringt ihn erst der Schmerz um den verlorenen Vater, dessen Wert ihm zu spät klar wird. Ein inniges Abbild subtiler Liebe zur Heimat mit dem alten Haus und noblen Park, in dem sich weltentrückt träumen ließ, entfaltet sich aus Florians eigenem Herzen. Ein Schwärmer, den das Leben von der seelischen Seite allein rauh anpacken könnte und der sich dennoch im härtesten Lebenskampf, fernab vom Alltag, seine Traumwelt erhalten und verteidigen würde, ist dieser junge Mensch, dessen Tapferkeit nicht ein Gewächs der Grobheit ist, wie etwa eine dicke Haut, sondern die viel seltenere Blüte der Zartheit und adliger Selbstzucht. Das Werk erhebt in seiner Form der Weltansicht wie im Glanz seiner erarbeiteten Prosa Anspruch auf Klassizität. Es hat jenen absoluten literarischen Seltenheitswert, welcher die erste Garantie für ein Überdauern der Zeit ist. Wilmont Haacke.
| Verlag | Datum | Ort | Hersteller | Place of Manufacture | Date of Manufacture | Beschreibung | Analysierte Ausgabe |
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| Societätsverlag | 1940 | Frankfurt am Main | Societäts-Druckerei | Frankfurt | Einband von Albert Fuß, Schutzumschlag von Alfred Graf Wickenburg 243 S. | ✓ | |
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