Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Bergler, Bauern, Kameraden

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Titel
Bergler, Bauern, Kameraden
Autor
Maix, Kurt
Inhalt

Der 16-jährige Ich-Erzähler macht gemeinsam mit Jüngeren und dem 17-jährigen Fritz zu Ostern eine verwegene Tour auf den Dachstein, wobei Fritz zum Helden stilisiert wird. Er ist nicht nur äußerlich sondern auch von der Einstellung der perfekte nationalsozialistische Kämpfer, geht mit gutem Beispiel voran, kämpft gegen das Wetter, gegen den Schnee ohne auf sich selbst zu schauen, ist zuzusagen der ideale Soldat. Eine Nacht in der Felswand Auch hier steht die Kameradschaft an erster Stelle Sturm (geschrieben 1933) Sepp, Karl und der Autor treffen auf Norddeutsche, mit denen sie in einem Schneesturm ums Überleben kämpfen. „Wenn ich die beiden rassigen Köpfe so vor mir sehe, kommt mir plötzlich zum Bewußtsein, was die beiden für schöne Menschen sind.“ (S. 30) Zum Teil gibt es Hinweise auf die Leistung der Soldaten im Ersten Weltkrieg. Eltern Ein Schwerverletzter schleppt sich mit letzter Kraft zur Südwandhütte, der Bruder ist abgestürzt. Heldenhaft hat er versucht ihn zu retten, aber er ist bereits tot, als die Rettungskräfte eintreffen. Ebenso heldenhaft nehmen die Eltern den Tod des Sohnes auf, dies kann als Gleichnis zum Opfertod der Soldaten gelesen werden. Daneben geht es auch die Mutter, die mit ihrem achtjährigen Sohn, „überfüttert“ und aus „dummfrechen Augen“ anglotzend unbedingt die Leiche sehen möchte und vom Autor vertrieben wird. Über die heldenhafte Mutter heißt es: Eine von jenen, die Kinder zur Welt brachten, die später als Männer die Front gegen eine Welt von Feinden über vier Jahre in mörderischem Ringen hielten und ein geknechtetes Volk wieder frei machten.“ (53) Die Mure Eine Mure zerstört den alteingesessenen Hof des Reiterbauerns in der Ramsau. Der alte Reiterbauer, der den Hof seinem Sohn übergeben wollte, schwört, erst dann zu übergeben, wenn der Hof wieder neu aufgebaut ist. Die Steinerbuben und die Dachtsteinsüdwand. Ein zum Teil im Dialekt geschriebener Bericht der Erstbegehung durch Georg und Franz Steiner Jockel Jockel Gruber, schon als kleines Kind mit Kraft und Willensstärke ausgestattet, lässt sich auch vom Lehrer nichts gefallen und schlägt zurück. Als dieser wenig später von einer Lawine verschüttet wird, wird dies den Kindern verschwiegen, stattdessen heißt es, er sei aus Gram zum Schneemann auf den Berg gegangen. Jockel reut seine Tat und geht ihn des Nachts suchen und wird im letzten Augenblick vor dem Erfrieren gerettet. Junge und Mann zugleich Wird eingeleitet durch „Willi Gärtner, von dem ich in diesem Aufsatz erzähle, war nicht nur ein ausgezeichneter Bergsteiger, sondern trotz seiner Jugend ein aktiver nationalsozialistischer Kämpfer, der im System-Österreich wegen seiner Gesinnung vielen Gefahren ausgesetzt war.“ (93) Wili wird als Prototyp des nationalsozialistischen Kämpfers stilisiert, der jedoch 1935 in den Bergen tödlich verunglückt. Laut Autor war er „Junge und Mann zugleich. Kämpfer und Sieger, Beispiel für die Jugend nach uns“ (107)

Veröffentlichungsereignisse
Verlag Datum Ort Ausgabe Serientitel Serien-ISSN Analysierte Ausgabe
Dt. Verl. f. Jugend und Volk 1940 Wien 2. Auflage. Wien: Deutscher Verlag für Jugend und Volk 1941, Wien: Dt. Verl. f. Jugend und Volk 1942, 3. Aufl., Wien: Dt. Verl. für Jugend und Volk 1943, Bilder von Otto Bittner Druck von Holzwarth & Berger Wien 4. Aufl, Wien: Dt. Verl. für Jugend und Volk 1943, 5. Aufl. Die Junge Ostmarkenreihe
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