Grengg, Maria
- Pseudonym
- Katharina Thekla
- Beruf
- Maler*in
- Illustrator*in
- Schriftsteller*in
- Geburtsort
- Stein an der Donau
- Geburtsdatum
- 26.02.1888
- Sterbeort
- Wien
- Sterbedatum
- 08.10.1966
1967 wurde ihr in Wien eine Gasse gewidmet. Auch in Krems erinnert ein Mosaik an ihrem Geburtshaus, das anlässlich ihres 75. Geburtstages angebracht wurde, und eine Gasse an sie. In ihren Werken wird Grenggs Beeinflussung durch den Nationalsozialismus deutlich, unter anderem veröffentlichte sie schon 1935 eine Lobeshymne auf den Führer. Die Bücher, die sie während der Zeit des Nationalsozialismus veröffentlichte, waren völkisch-konservativ geprägt und mit Großstadtfeindlichkeit, Agrarromantik, Mutterkult, Verehrung des Deutschtums und Rassenhygiene versehen. Der 1938 erschienene Roman "Die Kindlmutter" ist ein Lobgesang auf den Mutterkult der Nationalsozialisten. Die Feindbilder in ihren Büchern sind oft Juden, die als hässlich, böse und geldgierig dargestellt werden. Hellmuth Langebucher schreibt 1944: "Geradezu einen 'Schulfall' zu dem Thema unserer gegenwärtigen Erbgesundheits-Gesetzgebung entühllt Maria Grengg in ihrem Roman 'Das Feuermandl' (1935). Mit bitterer, aber im Hinblick auf das Volksleben zu fordender Folgerichtigkeit lä#ßt die Dichterin hier das Schicksal zweier Brüder, die erblich belastet sind, sich erfüllen. Der eine von beiden stellt seine Person mit ihren Ansprüchen an das Leben, das hier zu einem Sichausleben entartet, über jede andere Rücksicht, vor allem über den Gedanken an das Ganze. Als er dadurch für gesunde Menschen und damit für die Gemeinschaft des Volkes verderblich zu werden droht, da übt der andere Bruder ein unerbittliches Gericht an ihm aus. Er selbst aber zieht in unüberwindbarer seelischer Meisterung seines schweren Schicksals die Konsequenzen aus seiner erblichen Belastung und stellt seinen Besitz den Nachkommen erbgesunder Eltern zur Verfügung. Dieses Buch ist erschienen, ehe es in seinen Folgerungen durch die neue Gesetzgebung bestätigt worden ist. Es ist also keineswegs ein 'Tendenz'-Buch. Die Dichterin gibt vielmehr echte Schicksale und festigt im Leser durch das Erleben dieser Schicksale die Erkenntnis von der Notwendigkeit der Reinerhaltung des Blutes."
Mit 16 Jahren zeichnete sie ihr erstes Buch für Bachem in Köln. Schon während ihrer Ausbildungszeit erhielt sie zahlreiche Aufträge für deutsche Verlage. Sie fertigte unter anderem Porträts, Miniaturen und Märchenbilder an. Ab 1920 war sie für den deutschen Schulverein tätig. Von 1925 bis 1943 war sie sowohl mit Illustrationen als auch mit literarischen Beiträgen ständige Mitarbeiterin der Zeitschrift „Getreuer Eckart“. Maria Grengg griff, durch dies Umfeld stark beeinflusst, schon bald die Idee des Nationalsozialismus auf und trat dafür in ihren Publikationen ein. 1930 gelang ihr mit „Die Flucht zum grünen Herrgott“ der literarische Durchbruch. In den folgenden Jahren schrieb sie vor allem Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem für den „Völkischen Beobachter“ und den „SS-Leitheften“. In einem Schreiben vom 8.7.1945 erklärte Grengg : "[...] meine Gründe zur Beitrittserklärung zur NSDAP liegen fernab von einer gesinnungsmäßigen Einstellung zum Nationalsozialismus". Sie sei nur beigetreten , um ihren Privatsekretär, der wegen seiner österreichischen Gesinnung gefährdet war, zu schützen. Ihrem Antrag wurde am 18.02.1947 stattgegeben. Nach 1945 betätigte sie sich fast ausschließlich als bildende Künstlerin und als Jugendbuchautorin. Als Aquarellistin bestritt sie einige Ausstellungen. Sie wohnte zuletzt im Maria-Theresia-Schlößchen, im Haus von Hugo von Hofmannsthal in Rodaun bei Wien.
Der Vater war Wasserbauingenieur und Musiker, auch die Mutter war sehr musikalisch. Die Familie stammt aus der Steiermark.