Bossi-Fedrigotti
- Pseudonym
- Toni Herbstenburger
- Vorname
- Anton
- Alternate name
- von Ochsenfeld
- Beruf
- Schriftsteller*in
- Geburtsort
- Mutters-Gärberbach
- Geburtsdatum
- 06.08.1901
- Sterbeort
- Pfaffenhofen a. d. Ilm (Bayern)
- Sterbedatum
- 09.12.1990
1951 erschien sein erstes Werk nach Kriegsende, „Christian der Grenzgänger“. Sein 1953 erschienener Roman „Warum schweigt Bunker 403?“ erschien 1962 als „Landser“-Roman „Totenbunker 403“.der 2006 neu augfgelegt wurde und 2014 als „Rätsel um Bunder 403“, wobei die Auflagen kaum voneinander zu unterscheiden sind, er vwerwendet weiterhin eine abfällige Sprache und Stereotype, das „Deutschtum“ steht weiterhin im Vordergrund. (Penning 2021, 504). Bossi schrieb in den 1950er und 1960er Jahren unter anderem für die „Tiroler Nachrichten“ und die „Tiroler Tageszeitung“, damit pägte er „das Bild der Vergangenheit maßgeblich mit“. (Penning 2021, 527).Von 1965 bis 1988 verfasste er Beiträge für das Deutsche Soldatenjahrbuch. Sein Lebenswerk widmete er Trentin und den dort lebenden Menschen. Er verfasste außerdem auch zahlreiche Bücher über den Ersten Weltkrieg. Er war als Autor auch für Theater, Rundfunk und Film tätig und arbeitete lange Zeit auch bei Radio Tirol des ORF.. Bei den Olympischen Spielen 1964 in Innsbruck war er als Pressechef tätig, war für die Außenwirkung und Vermarktung zustänig. (Penning 2021, 528) Er arbeitete unter anderem auch für verschiedene Fremdenverkehrsverbände in Österreich und Südtirol. Bis 1991 verfasste er 26 Mädchenbücher, die alle im W. Fischer-Verlag in Göttingen erschienen. Die Potagonistinnen sind „meist stolz und aufrecht“, geprägt von einem „starren Konservatismus“ (Penning 2025, 536). Außerdem schrieb er den Handelnden meist „autobiografische Elemente“ zu. (ebd.) Er befasste sich jedoch auch weiterhin mit dem Thema Südtirol und veröffentlichte zwischen 1986 bis 1998 in drei Auflagen „Dolomitensaga“. Damit „brachte der Autor Tiro und Südrtirol immer wieder aufs literarische Tableau, doch instrumentierte er beide, ihre Geschichte und ihre Eigenheiten, über 50 Jahre hinweg in völkisch-nationalsozialistischer Weise, was dem Land rückblickend sicher gschadet hat.“ (Penning 2025, 574) Dies wurde jedoch nicht erkannt, so wurde Bossi zum 80.Geburtstag, der groß gefeiert wurde, so wurde „Standschürte Bruggler im Kino gezeigt und der ehemalige NSDAP-Kreisleiter Helmut Damerau hielt die Laudatio, ein Artkel gewidmet, in demzu lesen war, dass er viel zum Ruhm und Ruf der Südtiroler Heimat beigetragen habe. (vgl. ebd.)Zu seinem 80. Geburtstag wurde ein Interview unter dem Titel „Tirol an Etsch und Eisack, Anton Graf Bossi-Fedrigotti – 80. Geburtsatg in Radio Tirol ausgestrahlt, sowohl zum 85. Geburtstag als auch anlässlich seines Todes 1990 erneut ausgestrahlt. Mehrere Nachrufe erschienen, vor allem von ehemaligen NSDAP-Funktionären. Seiene Werke sind zum Teil im Internet frei verfügbar, Penning schrieb „so dient Bossi bis ins Jahr 2020 hinein und wohl auch weiterhin als authentischer Zeuge und Steigbügelhalter nationalistisch-völkischer Bestrebungen – vor allem in Tirol und Südtirol. Penning spricht eine zusätzliche Dimension ihres Wirkens an, wenn er über Bossis Werke sagt: „[…] scheinbar vom Politischen losgelösten Darstellungsweise bedienten sie gleichwohl bewusst und wirkungsvoll einen ideologischen Auftrag“, nämlich Unterhaltungsliteratur zu produzieren, die nicht auf den ersten Blick politisch ist. (vgl. Penning 2021, 588) Auxh in seinen Romanen, die nach 1945 erschienen, war das rassistische und nationalsozialistische Weltbild noch deutlich zu erkennen. Seine Figuren lernen nicht dazu, sondern verkörpern weiterhin ein sehr konservatives Weltbild. „Der intellektuell dürftige und hinsichtlich seine Bildungsniveaus wohl allenfalls mittelmäßig einzuschätzende Autor war offenbar unfähig, sich kritisch mit der mikrokosmisch miterlebten jüngsten Geschichte und seiner eigenen Rolle, die er darin spielte, auseinanderzusetzen oder gar selbstreflexiv die eigenen weltanschaulichen Positionen zu überdenken.“ (Penning 2021, 590) Das Ende des NS-Systems war für Bossi keine Katasatrophe, denn er konnte auf ein Netzwerks aus Altnazis in Deutschland, Österreich, Südtirol und Südamerika bauen, die einander halfen. (vgl. Penning 2021, 590) Bis in die jüngste Vergangenheit wird Bossis Wirken verharmlost, unter anderem im 2017 erschienenen „Bio-Bibliografischen Lexikons der Literatur Österreichs, herausgegeben von Herbert Zeman (vgl. Penning 2021)
Sein erstes Buch, in dem durchgehend die völkische Ideologie und ein starker Rassismus deutlich wird, „Standschütze Bruggler“ erreichte 18 Auflagen und wurde 1936 verfilmt. Der Protagonist Anton Bruggler erzählt, wie er zur Zeit des Ersten Weltkriegs eine Wandlung durchmacht und vom Priesteranwärter zum entschlossenen Kämpfer wird. 1944 wurde der Film erneut gezeigt um das Sterben im Krieg zu rechtfertigen. Anton Bruggler rückt 1915 nach der Kriegserklärung Italiens an Österreich ein , wird verwundet, kommt nach Brixen, verliebt sich in eine Krankenschwester, kehrt an die Front zurück und stirbt bei einem Gefecht. Der Tiroler wird dabei als Kämpfer gezeigt, der entschlossen für die „deutsche Sache“ eintritt, er verweist auf das Rachedenken, das die Fortführung des Ersten Weltkrieges in neuen Kämpfen notwendig macht. (Waldner 1990, 96) In seinem Jugendbuch „Die weiße Wand“ (1937) suchen zwei 15jährige die Überreste ihrer während des Ersten Weltkrieges verunglückten Brüder, denen durch das Sprengen von Fels durch einen der Väter die Rückkehr nicht mehr möglich war. Alle vier Buben werden als heimattreu und als Helden dargestellt und gefeiert. Liebe zum Heimatland, Kameradschaft und Mut werden als Tugenden hervorgehoben. Bis 1939 erschienen neun weitere Texte, unter anderem von seiner Frau illustriert.
Seine ersten Enttäuschungen waren, das er als 17-jähriger nicht mehr eingezogen wurde und dass seine Heimat Italien zufiel. (Penning 2021, 2). Während des Ersten Weltkrieges erlebte er den Krieg jedoch aufgrund der Nähe zur Grenze hautnah mit, was auch die Themen, denen er sich als Schriftsteller später widmete, stark beeinflußte. Vor allem der Widerstand gegen die 1920 getroffene Entscheidung, dass Südtirol Italien zugesprochen wurde, ist in seinen Werken deutlich spürbar. Politisch prägend war für Bossi-Fedrigotti auch das Gesetz vom 3. April 1919 über die Aufhebung des Adels. „Bossi-Fedrigotti nahm das Ende des Ersten Weltkrieges mit allen Folgen höchstwahrscheinlich als größte Demütigung und Ungrechtigkeit seines lebens wahr.“ (Penning 2021, 58) 1922 wurde er zun italienischen Wehrdienst einberufen, war von Jänner 1923 bis September 1923 Reiter und Korporal in Florenz. Die vorher wohlhabende Familie verliert zu dieser Zeit Besitz, Immobilien mussten versteigert werden, damit war auch sein Ziel, die Güter weiter zu verwalten, hinfällig geworden. Stattdessen arbeitete er in einem großen Fremdenhotel, war Reisebegleiter und Gelegenheitsarbeiter. 1926 wurde er Reserveoffiziersschüler auf der Bersaglieri-Offiziersschule zu Rom und schließlich Leutnant der Reserve im 4. Bersagliereiregiment zu Tuni, anders als er selbst darstellte, war dieser Dienst freiwillig erfolgt. (Penning 2021, 84) Er wurde Sekretär der Fremdenverkehrskommission Toblach-Südtirol und wurde Mitglied der faschistischen Partei. (ebd., 90)1927 zu Reserveleutnant ausgebildet. 1928 wurde entdeckt dass er Mitglied des Andreas Hoferbundes war und in der volksdeutschen Bewegung arbeitete. (ebd. 91) Er floh er nach Österreich, wurde vom Militär degradiert. In Wien war er unter anderem bei der Automobilfabrik Steyr angestellt. (ebd., 94) Damit wear er „am unteren Rand der sozialen Hierarchie“ angekommen. (Penning 2021, 95) Sein Mentor zu dieser zeit ar Pater Adolf Innerkofler. 1930 bis 1938 lebte er in Berlin und war dort im Verein für das Deutschtum im Ausland angestellt. Seinen Lebensunterhalt verdienter er sich jedoch zunächst als Angestellter eines Reisebüros. Als Korrespondent reiste er in diesen Jahren vielund schrieb Artikel, in denen er sich unter anderem für das Deutschtum einsetzte, unter anderem in der Deutschen Tageszeitung mit „militant-bildhaften“ Formulierungen“. (Penning 2021, 126). Er hielt Vorträge zum Thema „Italien und Südtirol“, er entwickelte sich zu einem „Sprachrohr enttäuschter, ntionlistischer Südtiroler“ (Penning 2021, 145) und war für den Verein für das Deutschtum im ausland aktiv. Am 31. März 1932 war Bossi-Fedrigotti sogar bei Hitler, mit einigen anderen Politikern um die Süditirol-Frage zu besprechen, die innerhalb der NSDAP kontrovers behandelt wurde. Am 1. Mai 1933 wurde er Mitglied der NSDAP und der SA beigetreten, er vermittelte zwischen der NSDAP und Südtirol und kümmerte sich um aus der „Ostmark“ geflüchteten Personen, als die NSDAP dort verboten war. 1934 verfasste er seinen ersten und erfolgreichsten Roman „Standschütze Bruggler“.1935 trat Bossi-Fedrigotti der Österreichischen Legion der SA bei, wurde zwischen 1935 und 1936 Leiter der SA-Sammelstelle in Berlin und Beauftragter des österreichischen SA-Sonderbeauftragten und war für die Erfassung, Betreuung und Unterstützung aus Österreich geflüchteter Parteigenossen tätig. (Penning 2021, 255). Er wurrde 1935 Obersturmführer und stieg bis März 1938 zum SA-Sturmbannführer auf. 1936 besuchte Bossi-Fedrigotti das „Erste Deutsche Kriegsdichtertreffen“ in Berlin und wurde daraufhin von der NS-Kulturgemeinde zu mehreren Lesungen eingeladen. Trotzdem seine Texte in Österreich verboten waren, arbeitete er als Korrespondent für österreichische Zeitungen, unter anderem mahm er Mitte 1935 als Vertreter der Aulandspresse für das Salzburger Volksblatt und die Innsbrucker Nachrichten an einem Empfangsaben des APA im Hotel Adlon bei einem Vortrag des Reichsjungenführers zum Thema „Aufbau der Jugend im Dritten Reich“ teil. (Penning 2021, 258) Anfang Oktober nahm er am „Ersten Deutschen Kriegsdichtertreffen“ in Berlin teil. Von 1936 bis 1942 hielt Bossi mehrmals Dichterlesungen für die NS-Kulturgemeinde. Im Rahmen der Berliner Dichterwoche 1937 nahm er unter anderem mit Robert Hohlbaum, Bruno Brehm, Karl Heinrich Waggerl an einem persönlichen Empfang bei Goebbels teil. (Penning 2021, 260). Mit Brehm verband ihn eine Freundschaft. Ebenfalls 1937 schrieb er das Drehbuch für die Ganghofer-Verfilmung „Gewitter im Mai“. (Penning 2021, 281) Gemeinsam mit dem Schauspieler Arthur Ritter von Klein-Ehrenwalten verfasste er das Manuskript Der Karpfenteich, in dem wieder das deutsche Volk propagiert wird, „die Autoren des Karpfenteiches bedienten sich reichlich der Instrumente völkisch-nationalsozialistischer Gestaltung“ (Penning 2021, 284) Der Film wurde jedoch nie realisiert. Mit dem Gauleiter Franz Hofer hatte er engen Kontakt dieser ebnete Bossi auch politisch den Weg. 1938 nahm er am Reichsfrontdichtertreffen in Guben teil. Nach dem „Anschluss Österreichs“ wurde er Landesleiter der Reichsschrifttumskammer (RSK) Tirol-Vorarlberg. Bei der RSK hatte er die Nummer 3580. (Penning 2021, 289) „Die Annexion Österreichs entwickelte sich für Bossi in vielerlei Hinsicht zu eine,m karrierefördernden Ereignis. (Penning 2021, 272)1939 übernahm er das Amt des Kulturreferenten beim Landeshauptmann von Tirol und übernahm die Landesleitung der Reichskulturkammer. Außerdem war er Leiter des Tiroler Volkskundemuseums. 1939 wurde er Kulturreferent des Reichsstatthalters für Tirol und Vorarlberg. 1938/39 beteiligte er sich mit Aufsätzen in Anthologien und hielt Lesungen vor der HJ. Außerdem schloss er sich der „Mannschaft“ an, einer Frontdichterkameradschaft um den Schriftsteller Jürgen Hahn-Butry, die 1937 der NS Kriegsopferversorgung (NSKOV) angegliedert wurde. Bei der „Ersten Großdeutschen Buchwoche“ in Weimar statt, wo auch seine Werke beworben wurden. Im Herbst 1939 wurde er zur Wehrmacht einberufen und war zuletzt in Italien, wo er auch bis 1947 in Kriegsgefangenschaft war. 1940 beteiligte er sich mit Das Heldenlied vom Col di Lana“ und „Die alte Fahne“ an der Anthologie Krieg und Dichtung. Soldaten werden Dichter – Dichter werden Soldaten von Kurt Ziesel. „Beide Texte stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit Kampf und Krieg: in ihnen verarbeitete Bossi einerseits seine Kriegserlebnisse, auf die er anhand seiner Berichte offenbar jederzeit zugreifen konnte, andererseits idealisiert er die Ereignisse, um mit ihrer Hilfe das neue Großdeutsche Reich, die Verbindung von Deutschen und Österreichern, im Angesicht von Kampf, Leid und Tod weiter und stärker zu festigen. (Penning 2021, 320) 1941 wurde Bossi-Fedrigotti zum Oberregierungsrat ernannt. 1939 bis 1945 leistete er als Vertreter des Auswärtigen Amtes Kriegsdienst, unter anderem 1941 in Weißrussland bei Mogilew. Zuletzt war er als Stabsoffizier für Propaganda in Italien tätig. Im April 1945 wurde er von Partisanen entführt. Christoph Penning, der Bossis Wirken detailliert nachwies, fasst zusammen: Der Zerite Weltkrieg hatte dazu geführt, dass Bossi Gelegenheit bekam, ‚sich zu beweisen‘ […] Auf seinen Posten nahm er die gegebenen Aufgaben nicht nur an, sondern strebete darüber hinaus. […] Er traf […] verschiedenen SS-Führer, unzählige Generäle und Generalstäbler – und knüpfte so Verbindungen, von denen er bis weit in die Nachkriegsjahre hinein zehren sollte.“ (Penning 2021, 461) Er befand sich zuerst in amerikanischer, dann in französischer Kriegsgefangenschaft. In der Sowjetischen Besatzungszone wurden viele seiner Schriften auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt. 1947 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück, galt als Oberregierungsrat a. D. und war unter anderem auch als Landwirt tätig. Er lebte unter anderem in Südtirol, Bayern, Berlin, Rom, Ischia, USA und auch in Innsbruck. in den späten 1940er Jahren betätigte sich Bossi vermutlich als Fluchthelfer für Kriegsgefangene, Kriegsverbrecher und Belastete. Südtirol wurde dabei zum „Nazi-Schlupfloch Nummer eins“. (Penning 2021, 471) Bereits Ende der 1940er Jahre schrieb Bossi erneut, unter anderem im SPIEGEL. Die 1947 gegerünbdete Wochenzeitung Der Standpunkt ermöglichte Bossi und vielen anderen ehemaligen Nationslaozialisten einebPublikationsmöglichkeit. Bossi war dort ab 1949 unter dem Namen Toni Herbstenburger als Autor aktiv. Ab 1952 publizierte er in der deutschsprachigen südtiroler Tageszeiten Dolomiten. Bis 1982 vefasste er mehr als 40 umfassende Artikel, Reiseberichte, Familienanekdoten, Kriegsgeschichten und Habsburg-Erinnerungen. (Penning 2021, 476) Ab 1950 erschienen von Toni Herbstenburger auch Beiträge in der nationalsozialistischen Zeitschrift Der Weg. Monatshefte zur Kulturpflege, die in Buenos Aires erschien und in der unter anderem auch Otfried Preußler publizierte. (Penning 2021, 478).1954 erschien unter der Mitwirkung Bossis im Wiener Traunau-Verlag der deutschösterreichische Band „Kameraden in Feldgrau. Denkmal der Treue, Mahnung für alle“.Bis 1948 wurden acht seiner Texte auf die „Liste der auszusondernden Literatur“ gesetzt. (Penning 2021, 484) Im 1946 erschienenen „Verzeichnis der auszusondernden Literatur“ war jedoch festgehalten, dass alles von ihm auszusondern sei. „Bossi-Fedrigottis Wirken und Schaffen ist bis heute präsent“ (Penning 2021, 4) 1951erschien „Das Bildschnitzerdorf“, in dem ein fiktiver Ort von Auswanderung und fremden Investoren bedroht ist. Heimat spielt auch hier eine große Rolle. 1952 erschien „Christina der Grenzgänger“, eine für 12 bis 14 jährige Jungen konzipierte Schmugglergeschichte, die im Grude die Rassenideologie des NS weiterführt. Gleichzeitig zeigt er mit diesem Roman, dass er selbst sehr gut über nach 1945 Geflüchteten, Schmugglern und Fluchthelfern informiert war.
Anton Bossi-Fedrigotti , Sohn der Schriftstellerin Itha Maria Bossi-Fedrigotti (geb. 1864) und des Graf Alfonso Bossi-Fedrigotti eines Standschützenoffiziers, wuchs in einer hochadeligen, sich als Deutsche verstehende (Penning 2021, 20) Familie auf, zunächst in Innsbruck, Prag, wo sein Vater ein hoher Versicherungsbeamter war, und im südtirolerischen Toblach auf. Er hatte eine 1903 geborene Schwester, die jedoch bereits 1907 starb. 1931 verheiratet mit Liselotte Bruder-Splittgerber, geb. 1908 (Kartikaturistin), getraut von Pater Adolf Innerkofler, geschieden am 25.4.1950, gest. am 7. Nov. 1987 in Hastings, Minnesota Tochter: Astrid Dagmar Liselotte, geb. am 1.9.1938. Beide wanderten 1951 nach New York aus. Am 8.12.1950 Geburt der Tocher Maria Immakulata (Marima), deren Mutter eine Ballettmeisterin Charlotte Gundermann Bossi am 17. September 1952 heiratete. Zwei Monate danach wurde er Vater der Zwillinge Alexandra Assunta und Peter Alfonso. (Penning 2021, 481)
- Quellen
- Penning 2021
- Waldner 1990