Roswitha oder die Flucht aus Böhmen
- Titel
- Roswitha oder die Flucht aus Böhmen
- Autor
- Watzlik, Hans
- Illustrator
- Geyer, Max
In der dritten Person wird das Leben von Roswitha als Kleinkind bis zu ihrem 12. Lebensjahr beschrieben. Sie lebt im Sudetenland, das Buch endet mit der „Befreiung“ durch Hitler. Klappentext: In Roswithas sorglose, fröhliche Kindheit, in den Waldfrieden ihrer sudetendeutschen Heimat greift das Schicksal entzweiter Völker, der rauhe Kampf um das Recht eines Volkes, und sie erlebt sich selber in Leben und Leid deutscher Menschen. Führend wird sie in die Flucht einer Gemeinschaft hineingestellt, und sie hält unverzagt durch bis zum guten Ende, bis die Befreiung der Heimat strahlend hereinbricht. Ein kleiner Ausschnitt aus unserer großen geschichtlichen Zeit, ein Bild der gewaltig vorwärtsdrängenden deutschen Entwicklung, geschaut durch das gläubige Herz eines Kindes, gespiegelt in dem begrenzten Schicksal eines Walddorfes, umrahmt von der Schönheit einer grünen, innigen Landschaft, von Sitte und Sage abseitigen Grenzdeutschtums ernst und heiter durchflutet“ Von klein auf erfährt Roswitha Wegscheider, Tochter eines Oberförsters, die „Tschechen“ als gefährlich und bedrohlich, sie ist tief verwurzelt in ihrer Heimat. Die Landschaft wird sehr detailliert beschrieben. Die Sehnsucht nach dem „großen deutschen Vaterland“ zieht sich durch das gesamte Werk. Eine Einöderin klagt: „Oh weh, die Armut ißt mit uns aus der Tischlade! Wenn nur schon der Hitler käm‘“. (54) Die Sehnsucht nach der Befreiung durch Hitler zieht sich ebenfalls durch das gesamte Werk, denn die sich deutsch fühlenden Bauern werden von den Tschechen unterdrückt. Roswitha fragt die Mutter: „Mutter, wer ist der Hitler? Und was will er? „Das große Reich der Deutschen will er, Kind. Und dein und mein Glück.“ „Mutter, kennt er uns denn?“ staunte Roswitha. Nach kurzer Überlegung sagte Frau Wilfrida: „Ja“! (56) Roswitha leidet unter anderem darunter keine Geschwister zu haben. Am Ende des Buches wird ein Bruder geboren, fast gleichzeitig mit dem Einmarsch Hitlers. Auch die Stadtkinder waren ganz auf Hitler fixiert, ein Kind, das auf Sommerfrische da war, wollte unbedingt Soldat des Führers werden. Am Ende müssen alle vor den Tschechen fliehen, weil sie angeblich das Land in Besitz nehmen möchten. „Und der Sturm blühte auf über Österreich, ein wunderbarer Sturm, und der Rundfunk brachte, daß Adolf Hitler seine Heimat glorreich wieder dem Deutschen Reich eingegliedert hatte und in Wien eingezogen war.“ (S. 105) Das Buch endet mit einer Begegnung mit Hitler in München: „Und nun begegnete der tiefe Blick des Führers dem Blick des adeligen, gläubigen Kindes für eine kleine Weile, und sie trafen einander voll und stark, und dann war es Roswitha, als umwalle sie ein feiner, grauer Schleier (…)“ S. 150)
| Verlag | Datum | Ort | Beschreibung | Analysierte Ausgabe |
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| Hermann Schaffstein Verlag | 1940 | Köln | 151 S. zahlreiche Zeichnungn von Max Geyer 27 Kapitel | ✓ |
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