Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Was wird aus Lisl Sturm noch werden?

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Titel
Was wird aus Lisl Sturm noch werden?
Autor
Wibmer-Pedit, Fanny
Rezeption

(Hopster/Josting /Neuhaus 2001, Bd. 1, 1318)

Inhalt

Protagonistin ist Lisl Sturm, deren Geschichte von der Geburt bis zum 15. Lebensjahr erzählt wird. Sie ist burschikos, schneidet sich die Zöpfe ab. Sie hat der Brüder: Hermann, Klaus und Jörg. Der älteste ist 21. Gleich nach der Geburt wird Lisl vom rassenbewussten Onkel Klaus begutachtet. Es werden zunächst die Neckereien mit den Brüdern und die Streiche in der Schule erzählt. Es ist kurz vor Ausbruch des 2. WK, es wird angedeutet, dass die Lebensmittel knapp sind. Dass die Mutter wieder ein Kind erwartet, wird sehr positiv aufgenommen. Lisl wünscht sich eine Schwester, als aber der Krieg ausbricht sieht sie ein, das es natürlich ein Bub sein muss. Inzwischen fällt Klaus 1939 bei Lemberg, das Kind, das erst danach zur Welt kommt, wird ebenfalls nach dem Wunsch des toten Bruders Klaus genannt. So wird die Austauschbarkeit der Menschen deutlich gemacht. Immer öfter findet man im Buch Passagen wie „die Bereitschaft alles zu wagen für den Bestand des deutschen Volkes“ (109) oder „du trägst das Deutschland in die, für das wir kämpfen und siegen werden“ (113) Lisl möchte nicht mehr zur Schule gehen, sondern hilft der Mutter. Rassismen sind ebenfalls zu finden. Als Klaus, der mit zweiten Namen Siegfried heißt,geboren wir, hat er schwarze Haare, was Onkel Klaus veranlasst zu sagen: „Was habt ihr da nur für ein Zigeunerkind aufgeklaubt?“ (130) Lisl verkörpert das perfekte Mädchen, sie ist mütterlich, aufopfernd, hilft stellt sich in die zweite Reihe. Dass Frauen und Mädchen weniger wert sind, wird als selbstverständlich angenommen. Während die Brüder gefeiert werden, vergisst man sogar auf ihren 15. Geburtstag. „die siegreichen Söhne Deutschlands“ (145) sind jetzt wichtig. So meint der Vater, dessen Sohn im Feld ist: „Und wenn auch Jörg, - in Gottes Namen, Deutschland muss leben“ (154)

Veröffentlichungsereignisse
Verlag Datum Ort Beschreibung Analysierte Ausgabe
Laumann 1940 Dülmen i. Westf. 160 S. : Ill. ✓
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