Fischer, Emil Walter Kurt
- Pseudonym
- Ps.: Melchior Vischer
- Geburtsort
- Teplitz-Schönau
- Geburtsdatum
- 07.01.1895
- Sterbeort
- Berlin
- Sterbedatum
- 21.04.1975
1923 wurde er mit der ehrenvollen Erwähnung bei der Verleihung des Kleist-Preises durch Alfred Döblin ausgezeichnet.
War als Schriftsteller und Regisseur tätig. Diente im 1. Weltkrieg, wurde verwundet, studierte nach dem Krieg, arbeitete nebenbei bei der "Prager Presse". Er wurde zum wichtigsten Vertreter des Dadaismus in Prag, war u.a. mit Franz Kafka und Ernst Weiß befreundet und stand dadurch auch mit Robert Musil und Alfred Döblin in Kontakt. 1923 ging er mit seiner Ehefrau Eva Segaljewitsch nach Deutschland und arbeitete als Dramaturg und Regisseur an verschiedenen Theatern in Würzburg, Bamberg, Baden-Baden und Frankfurt/Main. Ab 1927n lebte er zurückgezogen in Berlin. Aus finanziellen Gründen schrieb er gemeinsam mit seiner Frau Fortsetzungsromane. Als Melchior Fischer hatte er während der NS-Zeit Schreibverbot - trotz NSDAP-Mitgliedschaft, so schrieb er in dieser Zeit unter Emil Fischer zwei Jugendromane. nach Kriegsende schrieb er für Berliner Zeitungen und Zeitschriften. 1951 ging er nach Ost-Berlin, da er sich eine Wiederauflage seiner Werke erhoffte, er wurde jedoch enttäuscht und kehrte später nach Westberlin zurück. Nach dem Tod von Eva Vischer lebte er zurückgezogen, eine zweite Ehe wurde bald wieder geschieden.