Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Rellis Ritt ins Rätselland

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Title
Rellis Ritt ins Rätselland
Autor
Schiff, Hanna
Über

Das Buch wendet sich sichtlich an Kinder im Volksschulalter. Am Vorabend ihres achten Geburtstags kann Relli nicht einschlafen, weil sie sich sorgt, ob auch wirklich alle ihre Geburtstagswünsche erfüllt werden. Während Sie noch versucht ihre Mutter dazu zu bewegen ihr zu verraten, was sie bekommen wird, schläft sie ein und träumt von einem roten Hahn, der aussieht wie ein Fragezeichen, weil er und seine Freunde von einer bösen Hexe verzaubert wur-den. Nur ein Menschenkind kann durch das Lösen von Rätselsprüchen den Zauber brechen, erfährt sie. Der Hahn trägt Relli auf dem Rücken in den Zauberwald, wo sie der Hexe und den Freunden des Hahn begegnen, die in Zauberpflanzen verwandelt wurden. Mutig stellt sich Relli der Hexe und beginnt sofort die Rätsel zu lösen, was ihr auch gelingt, allerdings ohne die Lösungen den LeserInenn zu verraten. Doch so schnell ist der Zauber doch nicht gebrochen, Relli muss erst den Ausgang aus dem Zauberwald finden. ihr das nicht inner-halb von drei Tagen gelingen, wird ihr die Verwandlung in einen Strick-strumpf angedroht, ein Albtraum für das Mädchen, das H a n d a r b e i t e n hasst. Im Traum ist Relli bewusst, dass am nächsten Tag ihr Geburtstag stattfindet und dass sie so schnell wie möglich aus dem Wald finden muss. Mit der Hilfe eines Leuchtkäfers und eines Zwerges gelingt es ihr, weitere Rätsel zu lösen und zu entkommen. Plötzlich ist es Tag und Relli erwacht in ihrem Bett. Auf ihrem Geburtstagstisch finden sich alle Geschenke, die sie sich gewünscht hat und die zugleich auch die Lösungen der Rätsel im Buch sind. Die LeserInnen werden noch einmal aufgefordert, die Rätsel zu probieren, sollten sie es nicht schaffen, können sie die Geschenke auf der letzten Seite des Buches nachlesen – allerdings auch etwas verschlüsselt. Die Vorliebe für Rätsel dürfte Hanna Schiff mit ih-rer Familie geteilt haben.

Rezeption

Friedrich C. Heller beschreibt das Buch – er datiert es mit dem Jahr 1933 und meint damit v e r m u t l i c h die zweite Auflage: „Die Bilder sind in kräftigen Strichen oder silhouettenartigen Flächen gestaltet, die Farben auf Schwarz und Rot reduziert; als Vorlagen könnte man sich Linolschnitte denken. Das Heft ist ganz aus kunstgewerblicher Tradition zu verstehen – der dekorative Einband wirkt daher bei aller Zeitgebundenheit auch heute noch in seiner kräftigen und flächigen Farbigkeit“ (Heller 2008, 335)

Publication events
Verlag Datum Ort Ausgabe Manufacturer Place of Manufacture Date of Manufacture Beschreibung Analysierte Ausgabe
Deutscher Verlag für Jugend und Volk 1933 Wien, Leipzig 2. Auflage Schiff, Hanna Verse und Bilder von Hanna Schiff.
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Quellen
Blumesberger 2008
Heller 2008