Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Springenschmid, Karl

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Pseudonym
Christian Kreuzhakler
Beatus Streitter
Vorname
Karl
Nachname
Springenschmid
Beruf
Lehrer
Schriftsteller
Geburtsort
Innsbruck
Geburtsdatum
1897-03-19
Sterbeort
Salzburg
Sterbedatum
1981-03-15
Bedeutung

1946 stand das Gesamtwerk Springenschmids auf der österreichischen „Liste der gesperrten Autoren und Bücher“ und mit insgesamt 16 Einzeltiteln auf der Berliner „Liste der auszusondernden Literatur“ (1946), weil sie inhaltlich Bestandteil der NS-Propaganda waren. Verleihung des Offenhausener Dichterschildes 1967 durch den „Verein Dichterstein Offenhausen“, der 1963 von ehemaligen Nationalsozialisten gegründet und am 23. Dezember 1998 verboten wurde.

Leben

Er nahm als Leutnant der Reserve am 1. Weltkrieg teil, rückte an die Südtiroler Front ein, geriet in den letzten Tagendes Krieg in Kriegsgefangenschaft, kehrte 1920 zurück und arbeitete danach als Dorfschullehrer in Wagrain und anderen kleinen Orten. Am 16. November 1932 trat Springenschmid in die NSDAP, Ortsgruppe Aigen/Salzburg,ein, am 1. Oktober 1932 in den illegalen NS-Lehrerbund. Seit April 1938 war er ehrenamtlicher Gauamtsleiter, zwischen März 1934 und Januar 1938 Mitglied der SA. Seit dem 1. Januar 1938 war er SS-Mitglied und ab dem 30. Januar 1943 SS- Hauptsturmführer. Zwischen 1938 und 1945 leitete er den NS-Lehrerbund in Salzburg. Bei den Salzburger Bücherverbrennungen war er der Hauptverantwortliche und sprach am 30. April 1938 von der Notwendigkeit der Vernichtung alles Klerikalen und Jüdischen. Am 1.2. 1941 wurde er zum Regierungsdirektor (Leiter der Abt. II/Erziehung und Volksbildung) der Behörde des Reichsstatthalters ernannt. 1946 stand sein gesamtes Werk auf der österreichischen „Liste der gesperrten Autoren und Bücher“ und 16 Einzeltiteln auf der Berliner „Liste der auszusondernden Literatur“ (1946), weil sie Bestandteil der nationalsozialistischen Propaganda waren. Trotzdem konnte Springenschmid nach Kriegsende weiterpublizieren. Als Kriegsverbrecher verurteilt, lebte er nach 1945 jahrelang im Untergrund. Springenschmid stand als mutmaßlicher Kriedgsverbrecher auf dem staatspolizeilichen Fahndungsblatt vom 1. Juli 1946. Er entzog sich seiner Verhaftung durch Flucht, versteckte sich bis 1951 in den Bergen, nahm den Namen Karl Bauer an und verschaffte sich falsche Papiere.Er veröffentlichte ca. 190 Bücher, in denen er sich vor allem mit seiner Tiroler Heimat beschäftigte. F.K. Ginzkey, Paul Ernst, Dr. Karl Haushofer traten für sein Schaffen ein. Springenschmid war verheiratet und hatte drei Kinder.

Kennt
Ginzkey, Franz Karl
Bekannt mit
Ginzkey, Franz Karl
Quellen
Müller 2013