Die Tiere in den sieben Nächten. Ein Buch zwischen Sage, Mär und Wirklichkeit
- Titel
- Die Tiere in den sieben Nächten. Ein Buch zwischen Sage, Mär und Wirklichkeit
- Autor
- Rendl, Georg
Die Tiere in den sieben Nächten, ebenfalls ein im Winter verortetes Werk, wird zunächst von Verlagen abgelehnt. Rendl zeigt sich darüber gekränkt und antwortet dem Verlag Max Dietrich, dass er sicher sei, „daß das Tier, wenn es reden könnte, wahrscheinlich so reden würde, und Wer nicht wagt, gewinnt kein so schönes Tierbuch, wie ich es geschrieben habe.“ (Nauwerck 2006, S. 170) Gewidmet seiner Ehefrau Beate Rendl, geb. Funke, erzählt Rendl im Vorwort die Sage, dass in den sieben Rauhnächten Menschen mit Tieren bis zum ersten Hahnenschrei sprechen können. Er trifft in der Folge auf Kühe, Pferde, Hunde, Hasen und Vögel und lässt sich deren Nöte beschreiben.
Im Vorwort unter dem Titel „Die Tiere in den sieben Nächten“ erzählt Rendl die Sage, dass es in einer Sage heißt, dass in den sieben Rauhnächten Menschen mit Tieren bis zum ersten Hahnenschrei sprechen können : „Ich bin mit Liebe zu ihnen gekommen, mit einer brennenden Liebe und mit dem festen Vorsatz, einer von jenen zu ein, die ein schweres Unrecht gutzumachen sich bemühen wollen. Mein Herz, meine Sinne waren offen, und so verstand ich, was sie sagten.“ (10) 1. Aus dem Leben eines Hundes Karo, der Wachhund eines Bauern erzählt von den Nöten von den Menschen nicht verstanden, bzw. missverstanden zu werden und über allerlei Quälereien, er spricht mit dem Autor jedoch auch über Gott. 2. Die kalten Häuser Der Autor trifft sich mit den Kühen und lernt dabei ihre Nöte kennen, unter anderem die traumatische Trennung von den Jungtieren, die Strapazen , aber auch die Freude im Sommer auf der Alm. Die kalten Häuser stehen hier für den Tod. 3. Das silberne Pferdchen Namensgebend ist hier ein silberner Anhänger an einer Kette, die ein „Schinder“ trägt, eines in Wirklichkeit human wirkenden Wasenmeisters. Der Autor trifft auf ein altes Pferd, das ihm von seinen Sorgen berichtet, das gerne sterben möchte um von seinen Qualen erlöst zu sein, zugleich aber sehr erleichtert ist, als der „Schinder“ sagt: „Ich dich umbringen? Nie und nimmer, du mein guter Alter. Du bleibst bei mir, bis du einschläfst.“ (1419) 4. Von Frühling zu Frühling Der Autor redet mit den Schwalben. Er geht dabei auf eigene Beobachtungen ein, die er und seine Frau in ihrem Haus gemacht haben. Dabei lernt er ihre Sorgen, beispielsweise die Angst vor den beiden Katern kennen 5. Kaspar und Peter Die beiden Kater leben beim Autor und seiner Frau. Die beiden erzählen von ihrem Alltag, von Hunger und ihrer Angst, aber auch von ihrem Unverständnis, dass sie keine Vögel fangen dürfen 6. Verzauberte Wald Der Autor begegnet im Wald einem Hasen, dessen Frau angeschossen wurde und jetzt lahm ist und starke Schmerzen leidet, Sie möchte einerseits von ihm getötet werden, hängt aber sehr am Leben. Er resümiert: Wo Leben ist, da droht der Tod. Überall Kampf“ 7. Die letzte Nacht Diesmal trifft er di Vögel im Garten, erschreckt dabei eine Meise, dui, die vor Schreck gegen einen baum fliegt und im Schnee versinkt. , die aber überlebt. Insgesamt sehr religiös gehalten, ein moralischer Text.
| Verlag | Datum | Ort | Hersteller | Place of Manufacture | Date of Manufacture | Beschreibung | Analysierte Ausgabe |
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| Deutsche Verlagsanstalt | 1937 | Stuttgart, Berlin | Deutsche Verlags-Anstalt | Stuttgart | Widmung an Beate Rendl, geb. Funke Ein gemeinsames haben wir noch neben vielen anderen: die Liebe zur schuldlosen Kreatur und die Ehrfurcht vor dem Werk und Willen des Schöpfers! 258 S., Fraktur | ✓ | |
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- Quellen
- Nauwerck 2006