Rudli wird Kleinhirt
- Titel
- Rudli wird Kleinhirt. Erzählung
- Autor
- Lang-Reitstätter, Maria
Rudli (Rudolf)Hammerle lebt mit seiner Mutter, einer armen Näherin, in Nesselwängle, einer kleinen realen Gemeinde in Tirol, der Vater wurde bei der Arbeit einige Jahre zuvor von einem Baum erschlagen. Dass er den schweren aber verantwortungsvollen Posten eines Kleinhirts erhält, freut ihn sehr, weil er damit das karge Einkommen der Mutter verbessern kann. Als die Mutter, nachdem sie bei schlechtem Wetter und unzureichender Kleidung am Feld mirtgearbeitet hat, an lebensgefährlicher Lungenentzündung erkrankt, verzichtet der sehr verantwortungsvolle Rudli auf das ersehnte Taschenmesser und kauft seiner Mutter eine Wollweste. Am Ende wird er durch anerkennende Worte und die erneute Ernennung zum Kleinhirt belohnt. Das Buch ist im Tiroler Dialekt verfasst und schildert das einfache und harte Leben der Bergbauern. Das volkskundliche Wissen der Autorin fließt in die Schilderung der Gebräuche ein. Insgesamt entspricht die Erzählung den Vorstellungen der nationalsozialistischen Ideologie. Das Leben der Menschen am Land wird als einfach, hart aber ehrlich beschrieben, Tugenden wie Opferbereitschaft, Pflichtbewusstsein, der Kampf gegen Schwäche, das Miteinander werden hervorgehoben. An einigen Stellen wird die Erzählung in die damalige Zeit verortet, "Rudi träumt hinaus ins weite deutsche Vaterland“ (61) In Reutte weht die Hakenkreuzfahne vom Rathaus. (72) und die Mutter wird nach der Genesung von einer NS-Schwester betreut. (80)
| Verlag | Datum | Ort | Hersteller | Place of Manufacture | Date of Manufacture | Beschreibung | Analysierte Ausgabe |
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| Verlag Dr. von Gerstel | 1939 | Wien | Stockinger Morsack | Wien | 80 S. | ✓ | |
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