Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Das Feuermandl

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Title
Das Feuermandl
Autor
Grengg, Maria
Rezeption

Von unerhörter männlicher Kühnheit ist der Stoff, den Marie Grengg in dem Roman "Das Feuermandl n(1935) gestaltet hat. Der in diesem Buche stehende Satz: "Ein gesunder Haß gegen Unreines und Minderes ist bessre am Platz als die Lauheit und Gleichgültigkleit", faßt die Grundidee der Dichtung aufs beste zusammen. "Das Feuermandl", vom Volk wegen einers roten Males an der Stirn so gewnannt, ist der Apotheker einer östereichischen Stadt, dersich zum unbarmherzigen Richter seines durch schlechtes Blut verdorbenen Geschlechtes macht. Den Bruder, der in seiner erblichen Belastung von Verbrechen zu Verbrechen getrieben wirtd, sewtzt er unter dem Vorgeben, ihm bei der Flucht behilflich sein zu wollen, in einer Berghöle aus, aus der es für ihn keinen Weg zurück mehr gibt, in der er also umkommen muß. Er selbst geht freiwillig in den Tod, nachdem er den Ertrag seines Lebens für eine Siedlung bereitgestellt hat, auf der nur erbgesunde Menschen leben sollen. Die schicksalhefte Bedeutung der Vererbungslehre ist in diesem Buche mit einer staunenswerten künstlerischen Tapferkeit und mit einem stolzen Bekenntnis zu allem Schönen und Gesunden in äußerster Folgerichtigkeit behandelt und so mitreißend gestaltet, daß jeder gutwillige Mensch dadurch überzeugt werden muß von der Richtigkeit der im neuen Deutschland rlassenen Gesetze, die der Sicherung der erbgesunden und der Verhinderung der erbkranken Nachkommenschaft dient. (Langenbucher 1941, S. 330)

Publication events
Verlag Datum Ort Analysierte Ausgabe
Luser 1935 Wien
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Quellen
Langenbucher 1941