Michel, Robert
- Vorname
- Robert
- Nachname
- Michel
- Beruf
- Schriftsteller
- Offizier
- Geburtsort
- Chaberice
- Geburtsdatum
- 1876-02-24
- Sterbeort
- Wien
- Sterbedatum
- 1957-02-12
Publizierte Texte und Gedichte im Prager Tagblatt. 1895 kam er als Leutnant nach Wien, lernte Leopold Andrian kennen, der ihm die Bekanntschaft mit den Autoren des Jungen Wien vermittelte, die im Café Griensteidl verkehrten. Vor allem Hugo von Hofmannsthal förderte ihn. 1898 wurde er in die Herzegowina nach Mostar versetzt. 1900 bis 1908 unterrichtete er an der Kadettenschule in Innsbruck Deutsch und Französisch. Er schrieb für die Zeitschrift Der Brenner und freundete sich mit dem Herausgeber Ludwig von Ficker an. Er heiratete Eleonore Sni?ek, mit der er drei Kinder hatte. Zunächst war er im Kriegsarchiv in Wien tätig, Ab 1914 arbeitete er für das k.u.k. Kriegspressequartier, unter anderem gemeinsam mit Franz Karl Ginzkey, Stefan Zweig oder Alfred Polgar. 1917/18 leistete er Frontdienst. Er schrieb Kriegsberichterstattungen, Erzählungen und Romane. 1918 wurde Michel zusammen mit Hermann Bahr und Max Devrient Leiter des Burg- und Akademietheaters in Wien. Ab 1919 war er als freier Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber slawischer Literatur tätig, arbeitete aber aus finanziellen Gründen zunächst mehr beim Film. 1933 übernahm er mit Cäcilie Tandler bis zu ihrem Tod 1946 einen Feuilletonvertrieb, der Texte österreichischer Schriftsteller, aber auch zum Beispiel Werke von Hermann Hesse an Zeitungen und Zeitschriften vermittelte. 1938 beteiligte er sich am Bekenntnisbuch österreichischer Dichter. 1951 erhielt er unter anderem den Professorentitel. Nach dem Krieg lebte er als freier Schriftsteller in Wien.
Robert Michel wurde als Sohn eines kaiserlichen Gutsverwalters geboren.
- Kennt
- Ginzkey, Franz Karl