Teuffenbach, Ingeborg Maria
- Vorname
- Ingeborg Maria
- Nachname
- Teuffenbach
- Alternate name
- verh. Capra
- Beruf
- Schriftstellerin
- Lyrikerin
- Literaturkritikerin
- Geburtsort
- Wolfsberg
- Geburtsdatum
- 1914-10-01
- Sterbeort
- Innsbruck
- Sterbedatum
- 1992-09-16
Seit 1935 Mitglied der NSDAP. Mit Hermann Stuppäck, Rudolf Kremser und Hans Baumann erhielt sie 1941 den Raimund-Preis der Stadt Wien, 1944 den Lyrik-Preis des Landes Kärnten, 1979 den Österreichischen Hörspielpreis, 1980 den Torbergpreis der Stadt Wien für Hörspiele und 1987 den Vorarlberger Hörspielpreis.
Heiratete 1937 den Juristen und SS-Mann Heinrich Capra, zwei Söhne: Fritjof Capra (geb. am 1.2.1939), Physiker, Systemtheoretiker, Philosoph und Autor; Bernt Capra, Filmemacher in Hollywood. In Wien knüpfte sie die ersten Kontakte zur Theater- und Literaturszene. 1937 ging sie mit ihrem Mann nach Berlin. Während des Zweiten Weltkrieges lebte sie mit ihren Kindern wieder in Wolfsberg, Anfang der 1950er Jahre übersiedelte sie nach Innsbruck. Ihre ersten literarischen Erfolge feierte sie in der NS-Zeit. Sie schrieb Lyrik, Prosa für Kinder und Erwachsene, Stücke und Operntexte, arbeitete zu literarischen Themen, verfasste literarische Kurzporträts und Buchbesprechungen. Veröffentlichte zahlreiche Gedichte in der von Baldur von Schirach herausgegebenen Anthologie „Das Lied der Getreuen. Verse ungenannter österreichischer Hitler-Jugend aus den Jahren der Verfolgung 1933 bis 1937“, wofür Schirach 1938 den Nationalen Buchpreis erhielt. War Kulturreferentin des BDM im Gau Kärnten. Ihre politischen Kampfgedichte trug sie in illegalen Veranstaltungen und Feierstunden vor. Ab 1945 auch Hörspielautorin. Ab den 1960er Jahren publizierte sie ihre Lyrik und kürzere Prosatexte in Zeitschriften und Anthologien, u. a. in „Wort im Gebirge“, „Die Rampe“, „Orte“ und „Akzente“. 1984 Mitbegründerin der Zeitschrift „Inn“. Sie organisierte ab 1977 die Innsbrucker „Wochenendgespräche“ und war als Kulturjournalistin und Literaturkritikerin tätig, v. a. für die „Tiroler Tageszeitung“. Ihre Vergangenheit bezeichnete sie als „harmlose Jugendsünde“. W. Willrich, der während der NS-Zeit durch seine Porträtserien bekannt wurde, bezeichnete sie als „Dichterin des nationalsozialistischen Freiheitskampfes der Ostmark“ (www.zvab.com/offers/willrich.html). Sie verarbeitete in ihren Werken dezidiert nationalsozialistisches Gedankengut. In „Du Kind“ heißt es: „Daß wir des höchsten Glückes teilhaft sind und dass wir unsres Führers Antlitz schauen, wir tuen es in gläubigem Vertrauen in diesen Tagen schon für dich, mein Kind! […] Denn du, mein Kind, bist einer Kette Glied und hast ein hohes Erbe zu verwalten, du mußt darüber deine Hände halten, damit es ohne Makel weiterzieht.
Sie stammte aus einem großbürgerlichen Elternhaus. Der Vater Johann Teuffenbach besaß einen Gutshof im Lavanttal und schrieb einen Roman und Lyrik, er starb, als Ingeborg zehn Jahre alt war. Die Mutter Maria, geb. Gluhak, übernahm daraufhin den Betrieb. Sie schrieb Satiren. Der Großonkel Baron Albin von Teuffenbach war Schriftsteller und Herausgeber des „Vaterländischen Ehrenbuchs“.
- Quellen
- Blumesberger 2014