Sonne – Wind und Weite. Ein Buch von frohen Fahrten und Menschen
- Titel
- Sonne – Wind und Weite. Ein Buch von frohen Fahrten und Menschen
- Autor
- Dobiasch, Sepp
- Illustrator
- Roederer, R. B.
Grazer Volksblatt, 25. Oktober 1938, S. 4: „Sonne. Wind und Weite. Ein Buch von frohen Fahrten und Menschen von Sepp Dobiasch. Mit der dem Steirer eigenen süddeutschen Fröhlichkeit und Aufgeschlossenheit erlebt Sepv Dobiaich KdF-Fahrten und weiß sie in fesselnder Weise zu gestalten. Dabei bleibt es nie bei äußeren schönen Erlebnisses, sondern Dobiasch bringt in selbstverständlicher Weise dem Leser den tieferen Sinn der Fahrten nahe, die mehr sein sollen als Urlaubsgenießen: sie sollen die seelische Verbundenheit deutscher Menschenraub allen Gauen fördern“ Sepp Dobiasch las in der Urania. Völkischer Beobachter 11. Mai 1938, 7 „Er beschreibt darin mit seinem urwüchsigen Humor einige Fahrten, die er mit der Gemeinschaft„Kraft durch Freude" gemacht hat. Auf diesen Fahrten lernte der Dichter ganz Deutschland kennen. Wenn man in Berührung mit dem deutschen Arbeiter kommt, so geht einem eine neue Welt auf. Der Arbeiter geht mit der unmittelbaren Frische eines Kindes an die Dinge heran, ihm wird eine KdF.-Reise zum Lebensabenteuer, zur Entdeckung der deutschen Heimat und des deutschen Volkes. In den Kapiteln der Helgoland-Fahrt, der Dünen von Amrum und der Hallig Hooge kam so recht die innige Naturverbundenheit des Dichters zum Ausdruck.“
Die Handlung spielt 1936. Dobiasch verherrlicht in seinem Roman den Kdf und bedient dabei sämtliche rassistische Vorurteile. Der junge sportliche Elektriker und Fabriksarbeiter Peter Rupp geht mit dem Kdf an die Ostsee, obwohl er sonst immer in die Berge fährt. Er ist stolz auf Deutschland und ist überzeugter Nationalsozialist und Verehrer Hitlers. Er lernt ein Mädchen kennen, das „Klaus“ genannt wird, weil es so hart im Nehmen ist. Der kdf wird an mehreren Stellen beworben, u.a.: „Kdf ist Sozialismus der Tat; KdF schlägt die großen Brücken von Stamm zu Stamm, baut die Reichsstraßen der Seelen“ (S. 24) Eine der Kernaussagen ist, dass alle zu Deutschland gehören wollen. „Der gemeinsame Glaube an den Führer und seine Idee wischten die letzten Grenzen hinweg, die letzte Fremdheit. Sie gehörten ja alle zusammen, bildeten eine große Familie, die Familie des deutschen Viokes, die Nord und Süd, Ost und West umschließt.“ (S. 45) An mehreren Stellen wird darauf angespielt, dass die Österreicher*innen den „Anschluss“ herbeisehnen: „Du kommst aus dem österreichischen Kerker in die Freiheit[…] (S. 53) Sämtliche Werte des NS werden weitergegeben, unter anderem auch wie die Frau sein zu hat: „Kameradin, Freundin, Frau und vor allem Mutter der Kinder […] (112f) Auch der Londoner John Smith, ein Bergfreund, wird von den Idealen überzeugt und lernt auch den KDF kennen. Das Buch endet mit dem Reichsparteitag 1936 „als der Führer erschien, brach plötzlich Sonne aus den Wolken, das Rot der Fahnen glühte auf. […] (144) „Vierzigtausend Hitlerjungen, fünftausend BDM-Mädel… „Im neuen Deutschland wirkst Gesetz und Ordnung“ (170)
| Verlag | Datum | Ort | Beschreibung | Analysierte Ausgabe |
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| Wilhelm Limpert Verlag | 1938 | Berlin | ✓ | |
| Wilhelm Limpert | Berlin | Den Schutzumschlag zeichnete R. B. Roederer, Berlin. Kamerad Walter gewidmet 170 S., Fraktur | ||
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