Dorfsommer. Ein Ferienbuch für junge Leute
- Titel
- Dorfsommer. Ein Ferienbuch für junge Leute
- Illustrator
- Blum, Anita
- Rendl, Georg
In schlichter, ansprechender und warmer Form. wird hier Stadtkindern, die über den Sommer auf einem Bauernhofe sind, das Auge für die Schönheiten und Feinheiten der Natur geöffnet. Die Kinder lernen. Bauernnot und Bauernarbeit kennen. Es ist erfreulich, wie Rend1 hierden Weg aufzeigt, daß in einem Buch für die Jugend nicht unbedingt um der Spannung willen übertrieben werden muß, sondern durch genau beobachtende Schilderungen Unterhaltung und Belehrung für die Jugend i in gleich angenehmer Form geboten werden kann. A. Winkler“ (Augustinus 1937, Heft 19, S. 3) „Ein anmutiges und feinsinniges Buch, das nicht nur die Jugend, sondern jeden Menschen bis ins hohe Alter beglücken und begeistern wird! Schildert es doch in leuchtenden Farben eine Spanne Zeit, auf die sich jeder Mensch ein ganzes Jahr freut. „Ferien“ welch kurzes Wort und doch ein Begriff, der tausend Möglichkeiten in sich birgt und mit einem Male alles in das schönste Licht stellt. Warum sollten da die Herzen unserer beiden kleinen Helden nicht auch ergriffen werden? So ein Feriensommer in einem Dorfe der Alpen ist für die beiden Stadtkinder nichts alltägliches. Freudig mit allem Kinderübermut ausgestattet fliegen sie daher hinein in die goldene Ferienzeit. Ihr Erleben ist groß und herrlich. In dieser schlichten Erzählung läßt der Autor den Leser sozusagen einen Blick in die Geheimnisse des uns umgebenden Lebens tun. Wir lernen es kennen, dieses reich strömende Leben, das mag es nach außen auch noch so einförmig und in sich beschlossen scheinen keine Schablone kennt. Jeder Tag, jede Stunde ist neu, birgt neue Geheimnisse, bringt neue Eindrücke und läßt unsere beiden Kleinen und mit ihnen den Leser kaum zu Atem kommen. So folgt man dankbar jedem Satz, ja jedem Wort. Man wird selbst wieder jung und glaubt in den beiden Knaben sein eigenes Ich zu erkennen. Man bangt unwillkürlich um sie, wenn wir sie in Not wissen; atmet aber erfreut wieder auf, wenn sie außer Gefahr sind. Georg Rendl versteht es, originell und meisterhaft den Leser in die Abenteuer, Streiche und heimeligen Feierabendstunden, im Gespräch mit lieben Menschen, zu verstricken. Es ist ein Buch, das man ob seiner Frische und Natürlichkeit immer und immer wieder gerne zur Hand nehmen und lesen wird. J. H.“ (Salzburger Kirchenblatt, 24.3.1938, S. 95) Die Tiere in den sieben Nächten, ebenfalls ein im Winter verortetes Werk, wird zunächst von Verlagen abgelehnt. Rendl zeigt sich darüber gekränkt und antwortet dem Verlag Max Dietrich, dass er sicher sei, „daß das Tier, wenn es reden könnte, wahrscheinlich so reden würde, und Wer nicht wagt, gewinnt kein so schönes Tierbuch, wie ich es geschrieben habe.“ (Nauwerck 2006, S. 170) Gewidmet seiner Ehefrau Beate Rendl, geb. Funke, erzählt Rendl im Vorwort die Sage, dass in den sieben Rauhnächten Menschen mit Tieren bis zum ersten Hahnenschrei sprechen können. Er trifft in der Folge auf Kühe, Pferde, Hunde, Hasen und Vögel und lässt sich deren Nöte beschreiben.
Wolfgang und Edi dürfen als Belohnung für ihre guten Zeugnisse den Sommer bei ihrem Onkel, Bruder des Vaters, am Bauernhof verbringen. Dort leben sie mit ihren Verwandten und deren Angestellten und integrieren sich in das ländliche Leben, sodass ihnen am Ende der Abschied schwer fällt, sie jedoch trotzdem sehr gerne zur liebevollen Mutter und zum geliebten, wenn auch recht strengen Vater zurückkehren. Gezeigt wird eine Landidylle, die zwar durch einige Vorfälle unterbrochen wird, unter anderem bricht auf einem Gehöft Feuer aus, der ältere Bub, Wolfgang, rettet dabei ein kleines Kind, aber alle halten zusammen und es wird alles wieder gut. Neben der Idee, dass am Land das Leben besser ist als in der Stadt werden die Kinder vor allen möglichen Gefahren, wie Feuer, Wasser und Verirrren in den Bergen gewarnt. Von Politik ist in diesem Buch nichts zu spüren.
| Verlag | Datum | Ort | Sprache | Beschreibung | Analysierte Ausgabe |
|---|---|---|---|---|---|
| Buchdruckerei Laumann | 1937 | Dülmen in Westfalen | deu | Buchausstattung von Anita Blum. 143 S. | ✓ |
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- Quellen
- Nauwerck 2006