Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Birkhild

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Titel
Birkhild. Aus der Kampfzeit eines österreichischen BDM.-Mädels
Autor
Ringler-Kellner, Ilse
Rezeption

Urteile: Geeignet: JSW (Karteiteil), Nr. 3, 1939 ; Positiv: Gutachtenanzeiger, Nr. 11, 1939 ; Verzeichnis guter Mädchenbücher, 1942,S. 5 (Hopster/Josting Neuhaus 2001-2005, Band 1,981) Wurde gelobt, da es „echt und übnerzeugend“ vom illegalen Kampf des BDM in Österreich erzählte und weil es die „unbedingte Einsatzbereitschaft für die Idee des Führers propagierte. (Josting 1995, 150) „Auch hier verknüpft sich, wie in manchen Mädchenbüchern dieser zeit, das erwachende Empfinden von Frausein ganz unmittelbar mit der Peron Hitlers“ Barbara Fülgraff In: Mädchenbücher aus drei Jahrhunderten 1983, 88

Inhalt

Darin werden die Jahre 1934 bis 1938 beschrieben, die Zeit, in der die Nationalsozialistische Partei in Österreich verboten war. Birkhild organisiert in ihrem Zimmer heimliche Treffen des BDM und verbreitet verbotene Zeitungen. Schließlich wird sie erwischt, von der Schule verwiesen und flieht nach Deutschland, ins so genannte „Reich“ und kehrt rechtzeitig zum „Anschluss“ wieder nach Österreich zurück. Umfasst die Jahre April 1934 an dem in Perchtoldsdorf an Hitlers Geburtstag erinnert wird, bis zum Einmarch Hitlers 1938 in Wien. Ein Jahr nach dem Verbot der NS-Partei hält eine Mädchengruppe fest zusammen unf führt geheime Versammlungen im Kinderzimmer von Birkhild Pachner, dessen Vater Major ist. , das praktischerweise einen geheimen Ausgang in den Garten hat, ab. Das umgedrehte Bild der Urgroßmutter zeigt Hitler, die braune Kerze am Tisch, Hakenkreuze aus Papier, alles zeigt von ihre politischen Gesinnung. Einer der Polizisten, der zum Schein eine Hausdurchsuchung durchführt, ist selbst Nazi Der NS wirs als die natürlichste Sache der Welt dargestellt, es scheint, als ob schon ganz Österreich auf Hitler warten würde. Am Rande wird auch eine Jüdin, eine Schulkollegin schlecht dargestellt, sie verpetzt die Mädelgruppe und hat einen „etwas platten Gang“. „[…] das Bluterbe einer arischen Großmutter löst in ihr ständig zwiespältige Gefühle aus.“ (S. 54) Birkhild flieht nach Deutschland, betätigt sich auch dort politish und kehrt zum Anschluss pünktlich zurück.

Veröffentlichungsereignisse
Verlag Datum Ort Ausgabe Beschreibung Analysierte Ausgabe
Enßlin & Laiblin 1938 Reutlingen Geschrieben Ende des Jahres 1937, umgearbeitet und ergänzt im Frühjahr 1938 Das Schutzumschlagbild stellt den Hauptplatz von Perchtoldsdorf bei Wien am Tage des Führerbesuches dar. 79 Seiten, zahlreiche Schwarzweißabbildungen Auf S. 5 befindet sich fogendes Gedicht: Kennst du Birkhild? Ist sie dir nicht begegnet im Winterwald, im Lenz, zur Sommerszeit? Ob Sonne schien, ob es geschneit, geregnet, für die Gemeinschaft war sie stets bereit. Nicht männergleich im wilden Kampfgetriebe mit Speer und Helm eroberte Birkhild. - Still legte sie das Opfer ihrer Liebe als Blumenstrauß vor Deutschlands Führerbild. Verfemt, dem Kerker nah, als Illegale trat sie für Hitlers Fahnen furchtlos ein auf Wanderfahrten und im Prüfungssaale.- So half Birkhild, die Heimat zu befrein. Ilse Ringler-Kellner: Birkhild. Aus der Kampfzeit eines österreichischen Mädels. Reutlingen 1939, S. 5. Auf Seite 80 wird unter dem Titel Enßlin-Bücher liest jedes Mädel gern!" für andere Enßlin-Bücher geworben: Müller, Edith: Ursel und ihre Mädel Heinrich, O.F.: Das Mädel aus Deutschland Grosch, Minnie: Um Hof und Sippe Cramer, Ella: Ferien. Im Innendeckel, unten links, befindet sich folgendes Exlibris: Eckart-Buchhandlung, Wien 8, Josefstädterstr. 34 ✓
1939, 1944
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Quellen
Blumesberger, 2009
Blumesberger 2011
Fülgraff 1983
Grenz 1983
Grenz 1997
Hopster/Josting/Neuhaus 2001