Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

<< Datenbank

Neun neue Märchen aus Österreich

placeholder image
Titel
Neun neue Märchen aus Österreich
Autor
Lynkke, Norbert
Illustrator
Harlfinger, Richard
Inhalt

A.E.I.O.U. wid mit einem Gedicht (Osten-Reicher) rklärt - Das Rankweiler Kleiderkindl Das Jesuskind steigt aus einem Bildstock, spielt mit Kindern und wird von ihnen mit Kleidern versorgt -Das Zauberfaßl von Rattenberg De Fürtucher Wastl findet auf seinem Acker ein altes Faß, dass alles vermehrt was in ihm ist. Er und seine Frau kommen dadurch rasch zu großem Reichtum, den er jedoch wieder verliert, da vor allem die Frau sehr habgierig ist und vor dem alten Großvater das Geld verstecken, verleeren sie alles, was sie hatten. - Der vielfüßige Fisch von Werfen Müllers Tochter Liese beklagt sich über die viele Arbeit, als ein vielfüßiger Fisch aus dem Bach kommt. Sie schnappt ihn, zwingt ihn zu sich nach Hause, da sie auf einen verzauberten Prinzen hofft. Er, namens Unicum, bringt ihr jedoch nur ein Lied bei, das sie bei ihrer schweren Arbeit singen soll. Da sie nicht mehr mürrisch ist, finden die Burschen an ihr Gefallen, sie wählt sich Ulrich, der einem Fisch ähnlich sieht und wird mit ihm glücklich. - Der arme Freier von Urfahr Ein Linzer Bootszimmermann erlangt Reichtum, mit seinen armen Vetter in die Lehre, verbietet ihm aber mit seiner schönen Tochter zu sprechen. Durch Zauber gelingt es ihm eine andere Frau für sich zu gewinnen, geht mit ihr ins Reich der Schattenlosen, aufgrund eines Fehlers, er sah der ersten Frau nach, verliert er alles. -Der „Medelicha-Becher“ oder der „Mädling-Bäck“ zu Mödling. 1111 lebte ein Geizhals und Wucherer einsam in einer Schlucht, der seinen Reichtum hortete. Als er sich dem Tod nah fühlte, ließ er den Sohn seiner Schwester aus Wien kommen, der sie heirateten soll. Das Mädchen (Medelicha) entwischt ihrem Bräutigam nach dem Tode des Vaters. D. Eine alte Frau bringt ihm bei, wie er sich ein Bild des Mädchens backen köne und sie damit suchen könnte. Auch das funktioniert nicht, der Mädling-Back wandelte sich in all den Jahrhunderten schließlich zu Mödling. -Korbinian von der Riegersburg oder die nahrhafte Wolke Graf Hartneid von Riegkherspurg bekommt Besuch von zwei fremdländischen Frauen, die ihm den einjährigen Sohn seines verstorbenen Bruder brachten. Dieser wurde Korbinian genannt, er spielte nicht mit den anderen , nahm auch den Schulunterricht nicht wirklich wahr, sondern lebte in Einsamkeit in einem verlassenen Winkel des Turms. Als durch eine große Dürre das Leben aller bedroht war, sah Korbinian eine Wolke am Himmel, seiner Mutter Herz, die ihm Essen und Wasser in alle leeren Gefäße schickte. Damit konnte er zahlreichen Menschen das Leben retten, die ihm das jedoch nicht dankten, sondern sondern ihn als Hexer bezeichneten. Mila hielt zu ihm, sie heirateten und wurden glücklich. - Der Herr Teufel, seine Frau Großmutter und ihre Badstubm im Bodenbach an der Loiblstraße Die Großmutter des Teufels, die die armen Seelen traktiert, möchte eine Badstube, der Teufel kommt auf die Erde will sich sattessen, wird aber durch das Kreuzzeichen des Wirts verschreckt und meint zuletzt: „Die größte Sünd das ist das viele Waschen!“ - Das Ungeheuer vom Neusiedler See. Ein Fischerjunge und der Oberste von Neusiedl verlieben sich ineinander. Die beiden dürfen einander nicht mehr sehen. Erst kurz vor dem Tode wird dem Mädchen sein letzter Wunsch erfüllt, es darf den Fischerjunge noch einmal sehen, sie gesundete. Die beiden dürfen heiraten, allerdings entpuppt sich der junge Fischer als faul und trunksüchtig. Dieser überwältigt schließlich heimlich ein Ungeheuer und versorgt die Familie seiner Frau mit Fischen und Edelsteinen. Als er stirbt reut es seine Schwiegermutter, sie schluckt Edelsteine und stirbt daran, die Ehefrau begleitet ihn jedoch in den Tod. -Die Schwalbenmuttergottes am Krottenbach Graf Rüdiger der Starhemberger hält Ausschau nach den Türken. Der Handelsmann Kolschitzky soll durch das Lager der Türken gehen und dem König der Polen Eile ans Herz legen. Dieser gibt sich als türkischer Märchenerzähler aus und erzählt das Märchen der tausendundzweiten Nacht, in dem der große Kalif Harun Al Raschid in Verkleidung eines Büßers durch die Stadt geht und durch eine Frau, die die Wirklichkeit verändern kann, ihm die Bestechlichkeit des Kadis zeigt. „Was ich denke, schaue ich, was ich schaue, zwinge ich, was ich zwinge, bezwingt.“(145) Der Kalif will jedoch diese Kunst nicht üben um die Wahrheit zu erforschen, sondern um Menschen zu helfen und lässt Häsuer für die armen Menschen erbauen. Die Türken erkennen zwar, dass er kein Türke ist, er wird aber freigelassen und erhält zudem ein Goldstück. Daraufhin trifft er auf die alten Krottenbacherin, deren Haus die Türken zerstört haben, rettet sie vor den Türken, er wird zum Fürsten ernannt. Die Krottenbacherin ließ ein Marterl errichten Das Buch beginnt mit dem Gedicht "A.E.I.O.U.", worin es zu Beginn heißt: "Seit mehr als tausend langen Jahren Steh'n wir, das Antlitz ostwärts gewandt, Und Haben, umzittert von bösen Gefahren, Hunnen, Tataren, Avaren, Magyaren Und Türken mit tapferer, harter Hand Zurückgeschlagen und heimgesandt; Wir wußten das ganze Abendland Vor den drohenden Horden wilder Barbaren; Vor Not und Tod und Krieg zu bewahren: Wir Osten-Reicher vom Donaustrand (S. 5)

Veröffentlichungsereignisse
Verlag Datum Ort Hersteller Place of Manufacture Date of Manufacture Beschreibung Analysierte Ausgabe
Ostmarken-Verlag 1936 Wien Eduard Sieger 156 Seiten, mehrere ganzseitige Farbzeichnungen und mehrere schwarzweiße Vignetten
Wien 156 Seiten, mit einigen Abbildungen im Text und 18 farbig lithogt. Tafeln
Open in fullscreen