Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Karell, Viktor

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Persistent Identifier
https://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Karell
Vorname
Viktor
Nachname
Karell
Beruf
Lehrer*in
Schriftsteller*in
Geburtsort
Duppau
Geburtsdatum
1898-03-17
Sterbeort
Landau an der Isar
Sterbedatum
1979-12-14
Bedeutung

Ehrung durch die Stadt Landau a.d. Isar (1973) Namensgebung der Viktor-Karell-Schule, staatliche Realschule Landau a. d. Isar (1983) Ehrenvorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands

Leben

Mitglied des österreich-ungarischen Heers ein. Als Angehöriger des k.u.k. Ungarischen Infanterie Regiments "Friedrich Großherzog von Baden" Nr. 50 und des k.u.k. Böhmischen Infanterie Regiments "Potiorek" Nr. 102 war er, zuletzt als Leutnant, am Balkan und in Italien.zurück nach Duppau, wo er bis zu seiner Folgeanstellung an der Handelsakademie in Melnik an der Handerwerker-Fortbildungsschule lehrte. Seine in Wien erworbenen Titel musste er sich hierzu in der Tschechoslowakei anerkennen lassen und ergänzende Prüfungen ablegen. 1927 heiratete er Anna Zebisch aus Zettlitz. Nach weiteren Prüfungen im Fach Wirtschaftsgeographie, die er in Prag ablegte, lehrte er ab 1930 an der Karlsbader Handelsakademie als Professor. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurde er 1942 erneut zum Kriegsdienst herangezogen und geriet gegen Ende im Dienstgrad Hauptmann in italienische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung 1946 ließ er sich bei seiner dort wiedergefundenen Familie in Landshut nieder und ging zur Sicherung des Lebensunterhalts verschiedenen Tätigkeiten nach. Bereits in Karlsbad war Karell ab 1938 nebenamtlich auch als Stadtarchivar und Museumsdirektor tätig. Karell engagierte sich später in der Sudetendeutschen Landsmannschaft für das Gebiet Duppau und war in der Duppauer Partnerstadt Weißenburg in Bayern als Archivar für den Heimatkreis Kaaden-Duppau tätig. Karell setzte sich in zahlreichen Veröffentlichungen, davon 40 größere Arbeiten und Artikelserien, mit Geschichte, Kunst und Literatur seiner alten und neuen Heimaten auseinander. Schwerpunkte hierbei waren Sagen, Volkstum, Burgen, Heimatkunde und Johann Wolfgang von Goethe. 1949 erhielt er vom Bayerischen Kultusministerium den Auftrag zum Aufbau einer dreistufigen Mittelschule als Schulversuch für den Freistaat Bayern im katholischen Jugendheim in Landau a.d. Isar erhielt. Die mit Hilfe eines hierfür gegründeten Zweckverbandes am 2. September 1949 mit ursprünglich einer Jungen- und einer Mädchenklasse eröffnete erste bayerische Mittelschule (Realschule) nach Kriegsende leitete er als Gründungsdirektor bis zu seiner Pensionierung 1963.