Datenbank Kinder- und Jugendliteraturforschung

Österreichische Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1933 und 1945

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Weirauch, Anna Elisabeth

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Beruf
Schriftstellerin
actor
Geburtsort
Galati
Geburtsdatum
1887-08-07
Sterbeort
Berlin
Sterbedatum
1970-12-21
Leben

Nach dem Tod des Vaters zog die Familie nach Deutschland. Nach Engagements in Halle und Hamburg wurde sie von Max Reinhardt an das Deutsche Theater verpflichtet. 1906 trat sie dort in Shakespeares „Wintermärchen“ auf. Ab 1918, nach zahlreichen Auftritten in Reinhardt-Inszenierungen, widmete sie sich hauptsächlich dem Schreiben und wurde zu einer erfolgreichen Unterhaltungsschriftstellerin. Ihre mehr als 60 Romane erschienen zum Teil als Fortsetzungsgeschichten in Zeitungen und Zeitschriften. Meist steht dabei das Leben von Frauen im Vordergrund. In ihrem mehrfach neu aufgelegten Roman „Der Skorpion“ schildert sie für die damalige Zeit sehr gewagt eine Liebe zwischen zwei Frauen. Das Buch, das während der NS-Zeit auf die „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“ gesetzt war, hatte großen Erfolg. In den 1930er Jahren ging sie von Berlin nach Gastag in Oberbayern und trat der Reichsschrifttumskammer bei. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte sie mit ihrer Freundin in München, 1961 kehrten beide nach Berlin zurück, wo sie im Käte-Dorsch-Heim für ehemalige Schauspielerinnen wohnten.

Familie

Jüngstes von vier Kindern. Ihr Vater war Gründer der rumänischen Staatsbank. Die Mutter stammte aus einer hugenottischen Pfarrersfamilie.

Quellen
Blumesberger 2014
Datenbank der Forschungsstelle „Österreichische Literatur im Nationalsozialismus“
Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V.